Messerattacke in Mettenhof : Totschlagsprozess in Kiel: 18-Jähriger soll 17 Mal zugestochen haben

Das 41-jährige Opfer starb wenige Stunden später im Krankenhaus. Bei der Tat war der Täter wohl vermindert schuldfähig.

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03. Juli 2018, 07:26 Uhr

Kiel | Ein 18-jähriger Mann muss sich von Dienstag (9 Uhr) an wegen einer tödlichen Messerattacke vor dem Kieler Landgericht verantworten. Laut Anklage stach der junge Mann „im Zustand erheblich verminderter Schuldfähigkeit“ Mitte Januar im Kieler Stadtteil Mettenhof 17 Mal auf einen 41-Jährigen ein, nachdem er ihm zuvor auf einem Spielplatz aufgelauert und gefolgt sein soll. Das Opfer wurde am Abend gefunden und starb wenige Stunden später im Krankenhaus.

Der 18-Jährige, der des Totschlags beschuldigt wird, gilt als psychisch auffällig und ist seit der Tat in einer forensischen Fachklinik untergebracht. Er und das Opfer sollen nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft aus Syrien oder der Region stammen.

Die Beweisaufnahme findet voraussichtlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, um die persönlichen Belange des juristisch als Heranwachsenden geltenden Mannes zu schützen. Demnach wäre nach der Anklageverlesung erst das Urteil wieder öffentlich. Das Gericht hat bis zum 7. September neun Fortsetzungstermine anberaumt.

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