Tat im September 2017 : Totschlag nach Trinkgelage: Sechs Jahre Haft für 43-Jährigen gefordert

In diesem Mehrfamilienhaus an der Störstraße gerieten in der Wohnung im ersten Stock zwei Männer in Streit. Ein Pole (46) wurde dabei getötet.

In diesem Mehrfamilienhaus an der Störstraße in Neumünster gerieten in der Wohnung im ersten Stock die beiden Männer in Streit. Ein Pole (46) wurde dabei getötet.

Der Mann soll sein Opfer erwürgt haben. Zu Beginn des Prozesses gestand der 43-Jährige die Tat und zeigte Reue.

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15. März 2018, 13:42 Uhr

Kiel | Im Totschlagsprozess gegen einen 43-jährigen Mann aus Neumünster hat die Staatsanwältin am Donnerstag sechs Jahre Haft wegen Totschlags gefordert. Der Angeklagte schlug und würgte demnach sein Opfer Anfang September 2017 in einer Gemeinschaftswohnung mehrerer polnischer Arbeiter in Neumünster. Der 46-Jährige erstickte.

Dem Verbrechen gingen nach Angaben der Anklage ein Streit und ein Trinkgelage voraus. Das und der Schlafmangel nach einer gemeinsamen Nachtschicht hätten die Schuldfähigkeit des Angeklagten und das Strafmaß gemindert, sagte die Staatsanwältin.

Der Verteidiger plädierte auf eine Freiheitsstrafe deutlich unter fünf Jahren. Die Tat bedeute auch für die Familie seines Mandanten eine Tragödie.

Die Vertreter der Nebenklage stellten keinen konkreten Strafantrag. Nach ihrer Auffassung hörte das Schwurgericht nicht genügend Zeugen zur Aufklärung der Tat. Die gezeigte Reue des 43-Jährigen hielten sie für unglaubwürdig. Der verheiratete Familienvater hatte die Tat zu Prozessbeginn gestanden und sich bei den Hinterbliebenen entschuldigt.

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