Von Düsseldorf an die Förde : Toshiba baut Prototyp von Hybrid-Lok in Kiel

Schub für den Innovationsstandort Kiel: Die Japaner könnten künftig auch eine Serienproduktion eröffnen.

shz.de von
24. März 2017, 14:01 Uhr

Kiel | Der japanische Konzern Toshiba wird in Kiel-Gaarden zunächst den Prototyp einer Speicher-Hybrid-Lokomotive entwickeln und möglicherweise in der Zukunft dort in Serie bauen. Dies bestätigte am Freitag ein Sprecher der Stadt Kiel. Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ und NDR 1 Welle Nord berichtet.

Toshiba könnte am Standort 20 Millionen Euro investieren und mehr als 200 Arbeitsplätze schaffen.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) sagte, „die Pläne Toshibas in Kiel sind ein großer Meilenstein für den Innovationsstandort Schleswig-Holstein, weil es um neue Formen der Antriebstechnologie geht.“ Es bestehe die Hoffnung, dass in einem zweiten Schritt in Kiel eine Serienproduktion von Loks für einen Großauftrag der Transportgesellschaft der Bahn, DB Cargo, zustande komme.

So sollen die Hybrid-Loks aussehen.
Screenshot Homepage Toshiba
So sollen die Hybrid-Loks aussehen.
 

Zunächst wird dem Bericht zufolge ab Juli die Toshiba Rail Germany GmbH (TRG) in der Diedrichstraße mit zunächst etwa 30 Mitarbeitern die Arbeit aufnehmen. Toshiba verlege die Zentrale für seine europaweiten Bahnaktivitäten von Düsseldorf nach Kiel. Auch Rostock habe sich um diese Ansiedlung beworben.

Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) bezeichnete laut „Kieler Nachrichten“ die Entscheidung als „große Nummer“, die Kompetenz Kiels als Lokbaustandort werde deutlich gestärkt. Ein Sprecher Meyers sagte, das Wirtschaftsministerium und die Stadt Kiel hätten sich gemeinsam bei Toshiba für die Neuansiedlung eingesetzt.

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