Tonnenweise Kastanien für die Tiere im Winter

Ein Meer von Kastanien: (von links) Lennart (6), Anna (4) und Liz durften ein paar Minuten im Winterlager spielen.
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Ein Meer von Kastanien: (von links) Lennart (6), Anna (4) und Liz durften ein paar Minuten im Winterlager spielen.

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20. Oktober 2014, 21:01 Uhr

Der Aufruf war erfolgreich. Tagelang konnten die Kieler Kastanien sammeln und beim Forsthof in Hasseldieksdamm abgeben. Übers Wochenende waren bereits gut drei Tonnen abgegeben worden, gestern kamen ein paar hundert Kilo hinzu. Allein Familie Krost hatte mit ihren drei Kindern im Bereich des Südfriedhofes weit über 100 Kilo zusammengetragen. Und da dem Forsthof jedes Kilo immerhin 10 Cent wert ist, konnten sich die Geschwister Anna (4), Philip (6) und Carsten (9) über jeweils 3,50 Euro Sammlerlohn freuen.

Forsthof-Leiter Anton Gondorf, Tierpfleger Andreas Staack und Gehilfe Bernd Niklas hatten ihren Spaß daran, die vielen Kastanienkörbe und -eimer zu wiegen. Sie klärten den Nachwuchs auf Wunsch gern über die Winterpflege in den Kieler Tiergehegen auf. „Wir wollen bei den Kindern die Verbindung zur Natur stärken“, erklärte Gondorf den Nebenaspekt der Kastaniensammelei.

In den fünf Revieren Uhlenkrog, Suchsdorf, Hasseldieksdamm, Tannenberg und Hammer werden Hunderte von Vierbeinern in der kalten Jahreszeit versorgt: Heidschnucken und Kamerunschafe, Damwild, Sikawild, Muffelwild, Rehwild sowie die mächtigen Auerochsen, Wisente und Bisons.

Auch Wildschweine sind in den Gehegen anzutreffen. Doch für das Schwarzwild zählen Kastanien gar nicht zur vorrangigen Nahrung, wie Gondorf den Besuchern erklärte, Bachen und Keiler halten sich eher an Eicheln.

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