Auf Menschen übertragbar : Tierseuche: Rotz-Antikörper bei Pferd aus SH festgestellt

Ein Pferd aus dem nördlichen Schleswig-Holstein soll an Rotz erkrankt sein. /Symbolbild
Ein Pferd aus dem nördlichen Schleswig-Holstein soll an Rotz erkrankt sein. /Symbolbild

Seit 1956 ist die Infektionskrankheit nicht mehr aufgetaucht - bis jetzt. In mehreren Betrieben laufen Untersuchungen.

shz.de von
30. Januar 2015, 16:07 Uhr

Kiel | Nach der Feststellung von Antikörpern der Infektionskrankheit Rotz bei einem Pferd in Niedersachsen sind auch in Schleswig-Holstein Untersuchungen angelaufen. Das betroffene Tier stammte ursprünglich aus dem nördlichsten Bundesland, wie das Kieler Umweltministerium am Freitag mitteilte. Rotz ist in Deutschland als Infektionskrankheit seit 1956 nicht mehr vorgekommen.

Die Seuche wird durch Körpersekrete übertragen und führt laut Ministerium zu knotigen und geschwürigen Entzündungen auf Haut, Lunge und Nase der Tiere. Die Krankheit könne auch auf Menschen übertragen werden, was aber selten vorkomme.

Vom Ministerium beauftragte Behörden hätten Untersuchungen in jenen Betrieben veranlasst, in denen das betroffene Pferd gehalten wurde. Die Ergebnisse der dort von Pferden genommenen Proben sollen frühestens Mitte der kommenden Woche vorliegen. Das Sportpferd lebte seit November im Landkreis Osnabrück. Die Infektion war bei einer Routinekontrolle entdeckt worden. Wie sich das Tier infiziert hat, ist dem Ministerium zufolge unklar.

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