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Handball-Bundesliga : THW Kiel spielt unentschieden gegen den SC Magdeburg

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Krimi in Kiel: Der THW hat sich am Sonntag in der Handball-Bundesliga gegen den SC Magdeburg nicht durchsetzen können. Die beiden trennten sich mit 27:27 (15:11). Das Spiel im Ticker zum Nachlesen gibt es hier.

shz.de von
erstellt am 12.Feb.2014 | 00:00 Uhr

Kiel | Der SC Magdeburg hat in der Bundesliga mit einem sensationellen Unentschieden beim Tabellenführer THW Kiel für einen Paukenschlag gesorgt. Die Mannschaft von Trainer Uwe Jungandreas schaffte am Sonntagabend gegen den deutschen Rekordmeister ein 27:27 (15:11) und setzte ihren Aufwärtstrend nach zuvor drei Siegen fort.

Damit hat Tabellenführer THW Kiel den ersten Punktverlust vor heimischem Publikum in der laufenden Saison hinnehmen müssen. Magdeburgs Robert Weber erzielte sechs Sekunden vor Schluss per Siebenmeter den Ausgleich. Damit ist der Vorsprung des THW (45:7 Punkte) auf die Rhein-Neckar Löwen (43:9) auf zwei Zähler zusammengeschmolzen. Bester Werfer des THW war Marko Vujin (8). Für den SCM, der das Hinspiel mit 34:31 gewonnen hatte, erzielte der Österreicher Weber sieben Tore.

Gegen die furchtlos aufspielenden Magdeburger taten sich die Gastgeber von Beginn an sehr schwer, scheiterten immer wieder am SCM-Schlussmann Dario Quenstedt. Beim Stand von 9:14 (24.) setzte THW-Kapitän Filip Jicha einen Siebenmeter gegen die Latte. Wenig später baute Jure Matek den Vorsprung der Bördestädter auf sechs Treffer (15:9) aus. Nach dem Seitenwechsel glichen die „Zebras“ zügig zum 17:17 (37.) aus, doch es dauerte bis zur 44. Minute, ehe Niclas Ekberg mit einem verwandelten Tempogegenstoß zum 21:20 wieder für eine Kieler Führung sorgte. Magdeburg, bei denen Maciej Gebala in der Schlusssekunde die Rote Karte sah, erkämpfte sich jedoch vor allem durch eine beherzte Abwehrleistung einen verdienten Punkt.

Sechs Sekunden vor dem Abpfiff sorgte Magdeburgs Robert Weber mit einem verwandelten Siebenmeter für den Ausgleich. Bei den Gästen, die trotz großer Personalsorgen das Hinspiel im Oktober mit 34:31 gewonnen hatten, war der Österreicher Weber mit insgesamt sieben Treffern der beste Schütze. Jure Natek steuerte fünf Tore bei.

Überragender Mann beim SCM war in Abwehr und Angriff freilich Spielmacher Marko Bezjak (zwei Tore). Beim Spitzenreiter, der bis in die Endphase fast durchweg in Rückstand lag, erzielte Marko Vujin acht Tore. Die Magdeburger erwischten einen guten Start, lagen in der ersten Halbzeit lediglich einmal - beim 2:3 nach gut vier Minuten - zurück. Vom 7:7 (16.) zum 13:8 (22.) konnte sich der Gast sogar absetzen. Der SCM überzeugte vor allem mit seiner Abwehrarbeit.

Kiels Keeper Johan Sjöstrand kam nach der Halbzeit mit Verdacht auf Gehirnerschütterung nicht wieder aus der Kabine, er hatte einen Wurf von Weber an den Kopf bekommen. Nach Wiederanpfiff drehte Kiel auf, kam bis zur 36. Minute bis auf ein Tor heran (15:16). In der 37.

Minute gelang der Gleichstand zum 17:17, in der 44. Minute lag Kiel mit 21:20 vorn. In der 52. Minute führte der SCM mit 26:23. Nach einer Zeitstrafe für Yves Grafenhorst drohte die Partie zu kippen: Kiel schaffte drei Minuten vor dem Abpfiff das 26:26, ein Minute später das 27:26. Aber Magdeburg schlug nach einer Parade von Keeper Dario Quenstedt noch einmal zurück, bekam nach einem Foul an Bartosz Jurecki noch einen Siebenmeter. Diesen verwandelte Weber sich zum verdienten Remis.

Das Spiel im Ticker zum Nachlesen:

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