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Handball-Bundesliga : THW atmet nach Sieg gegen Wetzlar auf

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„Die letzten Wochen waren schwierig für uns“, sagt THW-Coach Gislason nach zwei Niederlagen. Sein Team hat im Angriff deutlich zugelegt.

Kiel | Alfred Gislason ist ein Mann der ehrlichen Worte: „Ich bin sehr erleichtert über diesen Sieg. Die letzten Wochen waren schwierig für uns“, sagte der Trainer des deutschen Handball-Rekordmeisters THW Kiel nach dem 32:29-Auswärtssieg am Freitag gegen die HSG Wetzlar. Die Äußerung des Isländers zeigt, wie sehr er an dem schlechten Saisonstart mit nur 4:4 Punkten und den beiden Niederlagen gegen die Liga-Leichtgewichte TBV Lemgo und HBW Balingen-Weilstetten zu knabbern hatte.Auch für Gislason war klar, dass sich seine „Zebras“ nur mit einer Leistungssteigerung am eigenen Schopf aus dem Sumpf würden ziehen können. Zumindest in der Offensive agierte der Titelverteidiger gegen Wetzlar auch deutlich effektiver als in den vier Begegnungen zuvor.

Die 32 Treffer brachten Kiel in die Nähe des Toreschnitts aus der abgelaufenen Serie, als sie pro Spiel 32,8 Mal den Ball im gegnerischen Tor untergebracht hatten. Dieser Wert lag nach den ersten vier Partien der aktuellen Saison nur bei 23.„Wir haben besser gespielt als am Mittwoch in Balingen, in der Abwehr allerdings schlechter“, kommentierte Gislason die 29 Gegentreffer.

Kreisläufer René Toft Hansen bestätigte die Analyse seines Trainers und hob ebenfalls die Probleme in der Defensive hervor. Dafür lobte der Däne das Angriffsspiel seines Teams: „Da haben wir viel flüssiger gespielt als zuletzt.“ Bitter für den THW, dass Rechtsaußen Christian Sprenger sich am Knöchel verletzte und nun wohl zwei Wochen ausfällt.Nationalspieler Patrick Wiencek wertete den Sieg über die Mittelhessen als Brustlöser: „Ein großer Druck ist von uns abgefallen. Diese beiden Punkte mussten wir unbedingt holen. Nach dem Balingen-Spiel war die Stimmung sehr gedrückt“, sagte der 25-Jährige.

Welthandballer Domagoj Duvnjak, der noch immer mit deutlich erkennbaren Anlaufschwierigkeiten in der neuen Umgebung zu kämpfen hat, fügte hinzu: „Wir haben heute gezeigt, dass wir nicht vergessen haben, wie Handball gespielt wird. Im Angriff ließen wir den Ball gut laufen. Ich hoffe, dass wir jetzt eine Serie beginnen.“  Ob der Kroate recht behält, wird sich am kommenden Sonntag in der Kieler Sparkassen-Arena zeigen. Dann müssen die Norddeutschen gegen die MT Melsungen ran. Ein Gegner, der ihnen in der Vergangenheit nicht unbedingt gelegen hat. In den beiden vergangenen Spielzeiten hatte es je einen Sieg und eine Niederlage gegen die MT gegeben.

Besonders schmerzhaft war jene 25:29-Heimniederlage am 9. Dezember 2012, die eine Kieler Serie von 101:1 Punkten und 585 ungeschlagenen Tagen in der Bundesliga bedeutet hatte.

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erstellt am 07.Sep.2014 | 12:16 Uhr

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