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Vermisster Junger Mann : Taucher suchen das Kanalbett ab

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Polizei setzt die Fahndung nach Constantin Kneip fort. Möglicherweise sprang der vermisste 19-Jährige aus Kirchbarkau von der Holtenauer Hochbrücke in den Tod. Deshalb stiegen gestern Taucher in den Kanal – sie fanden aber nur einen großen Stein.

shz.de von
erstellt am 29.Dez.2015 | 18:52 Uhr

Hat sich der verschwundene 19-jährige Constantin Kneip aus Kirchbarkau womöglich von der Holtenauer Hochbrücke gestürzt? Dieser Frage ging gestern die Kieler Polizei nach. Taucher suchten den Nord-Ostsee-Kanal unterhalb der Hochbrücke ab. Doch der mehrstündige Einsatz war erfolglos – der Verbleib von Constantin Kneip ist weiterhin völlig ungeklärt.

Der junge Mann war lebend zuletzt am Sonnabendmorgen in seinem Elternhaus gesehen worden, danach verliert sich seine Spur. Sein Auto wurde am Sonntagabend am Holtenauer Ufer neben der Hochbrücke entdeckt. Hunde erschnüffelten eine Spur, die ins benachbarte Kleingartengelände führte. Fündig wurde die Polizei dort jedoch nicht (wir berichteten).

Ein zweiter Versuch mit den tierischen Helfern einen Tag später erbrachte eine neue Spur, denn die Vierbeiner zogen auf die Hochbrücke, um schließlich am höchsten Punkt stehen zu bleiben – gute 40 Meter über dem Wasser. Daraufhin forderte die Kieler Kripo Unterstützung bei den Polizeitauchern in Eutin an. Ihr Einsatz lief auch erfolgversprechend an: Vom Schlauchboot aus ortete das Sonargerät einen verdächtigen Schatten am 13 Meter tiefen Kanalboden. Doch wie sich bei den Tauchgängen herausstellte, handelte es sich nur um einem größeren Stein im Kanalbett.

„Die Sicht ist gut“, erklärte Jörn Grotheer, der Leiter der Tauchgruppe. Vier bis fünf Meter weit konnten seine Taucher im Kanal durch das ungewohnt klare Wasser blicken. Die Frischwasser-Zufuhr von der Ostsee her hatte aber auch ihre Nachteile. Denn verbunden damit ist eine starke Strömung. Sie könnte einen leblosen Körper weit abgetrieben haben. Ebenfalls für Verwirbelungen sorgen regelmäßig die kräftigen Schrauben der großen Containerfrachter, die auch für die Polizeitaucher eine ernste Gefahr bilden. Die Sucheinsätze müssen deshalb mit der Kanalverwaltung abgestimmt werden – das Zeitfenster zwischen den passierenden Schiffen ist immer sehr eng.  

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