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Holtenau : Tankschiff beschädigt Schleusentor in Kiel

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein Unfall der „Solero“ behinderte am Wochenende den Schiffsverkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal.

Kiel | Eine Havarie in einer Schleuse in Kiel-Holtenau hat den Schiffsverkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal am Wochenende behindert. Ein schwedisches Tankschiff war am Freitagabend gegen das seeseitige Tor der großen Südschleuse gefahren. Der Schaden konnte bereits am Sonnabend repariert werden, das Tor ließ sich wieder öffnen, wie die Sprecherin der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, Claudia Thoma, sagte. Die 150 Meter lange „Solero“ sei vermutlich wegen eines Strom- oder Maschinenausfalls gegen das Tor geprallt. Nach der Reparatur konnte der Tanker seine Fahrt fortsetzen.

Zum Zeitpunkt des Unglücks war die andere große Schleuse in Kiel, die Nordkammer, wegen Reparaturarbeiten außer Betrieb. Aufgrund der Notsituation entschied das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA), die zweite Kammer vorzeitig zu öffnen. Doch bereits heute soll die Schleuse noch einmal für mehrere Tage gesperrt werden, um die Sanierung der Schienen für die Schiebetore abzuschließen.

Nach der Havarie vom Freitag habe ein Kran die 45 Meter lange Führungsleiste des Tores herausgehoben. Dann sei das drei Meter lange beschädigte Stück herausgetrennt und ersetzt worden. Allerdings wurde auch das Schleusentor selbst in Mitleidenschaft gezogen. Es funktioniert zwar vorerst wieder, soll aber bei der ab 21. Oktober anstehenden, lange geplanten Sanierung der Schienen für die Schiebetore komplett repariert oder ausgetauscht werden. „Es muss unbedingt wieder instand gesetzt werden“, sagte Matthias Visser vom WSA. Voraussichtlich erst Anfang Dezember werden wieder beide großen Schleusen zur Verfügung stehen.

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erstellt am 14.Okt.2013 | 08:30 Uhr

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