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Überfall auf Rentner-Ehepaar : Täter flüchtet ohne Beute

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eine neue Form der Kriminalität hat die Stadt Kiel erreicht: Ein Rentner-Ehepaar wurde am Montagabend Opfer eines bewaffneten Überfalls in der eigenen Wohnung. Körperlich verletzt wurde dabei niemand.

Gegen 19.30 Uhr hatte ein unbekannter Mann an der Haustür der Geschädigten in Kiel-Pries geklopft und sich als Postbote ausgeben. Nach Angaben der 80-jährigen Bewohnerin hatte der vermeintliche Postbote einen Blumenstrauß und einen Briefumschlag zustellen wollen. Weil sich die Seniorin offenbar kurzzeitig irritiert zeigte, nutzte der Täter den Überraschungsmoment, um sich Zutritt zu der Wohnung im Mehrfamilienhaus zu verschaffen. Dort bedrohte er die Frau mit einer Waffe und forderte Bargeld von ihr. Der 82-jährige bettlägerige Ehemann befand sich zum Tatzeitpunkt ebenfalls in der Wohnung.

Das bedrohte Opfer konnte jedoch aus der Wohnung flüchten und schrie lautstark um Hilfe. Das wiederum schlug den Täter in die Flucht – ohne Beute, zumindest nach bisherigem Erkenntnis-Stand der Polizei.

Nach Beschreibung der Bewohnerin ist der Täter ein etwa 30 Jahre alter, 1,75 Meter großer Mann mit südländischem Aussehen, der akzentfrei Deutsch spricht. Nach Aussage des Opfers war er mit einer dunklen Jacke mit gelber Schrift im Brustbereich bekleidet.

Ein Anwohner hatte nur wenige Stunden zuvor, gegen 12.30 Uhr, eine Person im Bereich des betroffenen Grundstücks gesehen, die ebenfalls einen Blumenstrauß und einen Umschlag in Händen hielt. Auf Nachfrage erklärte der Mann aber, sich in der Anschrift geirrt zu haben. Die Beschreibungen des Zeugen zur verdächtigen Person deckten sich allerdings mit denen der Rentnerin zum Täter. Aus ermittlungstaktischen Gründen konnte Polizeisprecher Matthias Arends gestern keine weiteren Informationen zum Tathergang liefern. Nur so viel steht fest: In Kiel ist diese Art der Kriminalität neu: „An der Haustür klingeln und noch dazu unvermummt, in der Form kennen wir das in Kiel nicht“, erklärte Arends.

Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. Es ist möglich, dass der Täter versucht hat, sich Zutritt zu weiteren Wohnungen zu verschaffen. Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 0431  /  160  3333 entgegen.

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