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Streit in Kieler SPD : Susanne Gaschke äußert sich zum Steuerdeal

vom

Ärger mit der Kommunalaufsicht, ein offener Disput mit Ministerpräsident Albig und Schelte aus dem Kreisverband: Wegen des Steuerdeals mit einem Augenarzt steht Kiels Oberbürgermeisterin Gaschke in der Kritik. Heute will sie vor die Presse treten.

shz.de von
erstellt am 30.Sep.2013 | 07:24 Uhr

Kiel | Kiels Oberbürgermeisterin Susanne Gaschke (SPD) sorgt weiter für Wirbel - heute will sie sich vor der Presse äußern. Gaschke werde im Rathaus zu aktuellen politischen Fragen Auskunft geben, hieß es in der am Sonntag verschickten Einladung. Die Politikerin steht wegen eines millionenschweren Steuerdeals mit dem Augenarzt Detlef Uthoff in der Kritik. Die Oberbürgermeisterin hat sich in dem Zusammenhang bereits mit Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) einen öffentlichen Disput geliefert. Daraufhin kritisierte der Kreisverbandsvorsitzende der Kieler SPD Gaschke.

„Für Anschuldigungen gegen Dritte, namentlich gegen den Ministerpräsidenten Torsten Albig, fehlt mir jegliches Verständnis“, sagte Kreisverbands-Chef Jürgen Weber. Diese Vorwürfe müssten unverzüglich wieder vom Tisch.

„Meines Wissens ist das mit niemanden aus dem Kreisverband abgesprochen gewesen“, kommentierte Gaschke Webers Vorstoß. Sie empfinde das ganz anders und fühle ihren Kreisverband im Großen und Ganzen sehr an ihrer Seite, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa am Samstag. Und: „Ich bekomme viele SMS und unterstützende E-Mails.“ 

Am Freitag hatte das Innenministerium bekanntgegeben, dass die Kommunalaufsicht des Landes zu dem Ergebnis gekommen ist, dass die Eilentscheidung zum umstrittenen Steuerdeal von Gaschke mit einem Augenarzt in Millionenhöhe rechtswidrig war. Gaschke erklärte, Albig habe persönlich in das Verfahren der Kommunalaufsicht eingegriffen.

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