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Welt ohne Licht : Superhelden aus der Tiefsee

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ihnen begegnet man ausschließlich ganz unten im Meer: dem „Pelikan-Aal“ mit seinem leuchtenden Schwanz, der augenlosen Krabbe, dem urigen „Observator-Fisch“. Der Mediendom auf dem Kieler Ostufer stellt ab sofort die „Superhelden der Tiefsee“ vor.

shz.de von
erstellt am 04.Jul.2017 | 19:38 Uhr

Es lohnt sich nicht allein der Blick ins All, in die unermessliche Sternenwelt, die alle menschlichen Vorstellungen sprengt. Ebenso spannend und erkenntnisreich ist die Expedition in die Tiefsee. Davon sind die Wissenschaftler und Wissensvermittler überzeugt, die gestern im Mediendom in Dietrichsdorf ihre ganz persönlichen „Superhelden“ vorstellten. Zu ihnen gehört etwa der „Pelikan-Aal“, der in 7500 Meter Tiefe mit seiner leuchtenden Schwanzspitze Beute anlockt. Oder die augenlose Krabbe, die bei der Besiedlung eines „schwarzen Rauchers“ Temperaturen bis 400 Grad aushält. Oder der sogenannte „Observator-Fisch“, der mit seinen drehbaren Teleskopaugen das spärliche Licht bündeln kann.

Das Team von Isabella Beyer hat die wenigen Kenntnisse um die extrem spezialisierten Lebewesen in den Abgründen der Weltmeere medientechnisch aufbereitet. „Wir wollen Wissen emotional erlebbar machen“, sagt die Expertin, die ihre „Superhelden der Tiefsee“ erstmals auf der Kieler Woche vorgestellt hatte. Ab sofort läuft der fünfminütige Film im Vorprogramm zu den Veranstaltungen im Mediendom. Und in 3  D ist der Besucher mittendrin – wie in einem U-Boot in der Tiefsee.

Jens Greinert von Geomar ist einer von vermutlich 15 Kielern, die je eine Tauchfahrt in die Tiefe mitgemacht haben. Auf Einladung von Mediendom-Direktor Eduard Thomas erzählte er gestern von seiner Erfahrung an Bord der japanischen „Shinkai 6500“, die sechseinhalb Kilometer weit in die Tiefsee eintauchen kann.

Die Verbindung von Tiefseeforschung und Sternenerkundung bietet schließlich der kindgerechte 30-Minüter „Polaris – das Weltraum-U-Boot“. Dabei gehen der Pinguin James und der Eisbär Vladimir auf Expedition. Aus einem gestrandeten U-Boot bauen sie ein Raumschiff – hier wie dort finden sie viele Antworten auf ihre neugierigen Fragen.

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