Handball : Storm neuer Geschäftsführer beim THW Kiel

Wechselt nach Kiel: Thorsten Storm.
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Wechselt nach Kiel: Thorsten Storm.

Thorsten Storm wechselt nach Kiel: Der Geschäftsführer der Rhein-Neckar Löwen soll sich ab 2015 für fünf Jahre beim Handball-Bundesligisten THW Kiel verpflichtet haben.

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05. Juni 2014, 09:22 Uhr

Kiel | Der Nachfolger Klaus Elwardt steht angeblich fest: Nach Informationen von NDR 1 Welle Nord bekommt der Handball-Bundesligist THW Kiel mit Thorsten Storm einen neuen Geschäftsführer. Storm ist aktuell Geschäftsführer bei den Rhein-Neckar Löwen. Dort läuft sein Vertrag läuft noch bis zum kommenden Jahr. Beim THW soll sich der in Leck aufgewachsene Storm einen Fünfjahresvertrag erhalten.

Der 49-Jährige war sieben Jahre Geschäftsführer der Löwen, die in diesem Jahr ihren ersten deutschen Meistertitel nur aufgrund der Tordifferenz dem THW überlassen mussten. Sein künftiger Verein ist Thorsten Storm wohl bekannt: Der 49-Jährige spielte während seiner Profi-Karriere für den THW Kiel sowie für die SG Flensburg-Handewitt. Danach war Storm zunächst Marketingleiter beim THW Kiel, dann Geschäftsführer bei der SG Flensburg-Handewitt. Mit der Mannschaft gewann Thorsten Storm die deutsche Meisterschaft und dreimal den Pokal. Storm ist bereits der fünfte Manager bei den Kielern in den vergangenen Jahren.

„Die Entscheidung für den THW Kiel ist eine Entscheidung für die Heimat“, sagte der Schleswig-Holsteiner. „Der THW Kiel ist DER Handballclub in Deutschland und auch in Europa“, betonte er. Nach Informationen von NDR Info soll Storm bereits im kommenden Juli seine Arbeit aufnehmen. „Ich habe einen Vertrag bis 2015. Wir werden uns jetzt intern bei den Rhein-Neckar Löwen zusammensetzen, um zu schauen, wie das Ganze sich entwickelt“, sagte Storm dem Radiosender.

Der Verein äußerte sich überschwänglich zu der Personalie: „Thorsten Storm hat sich als Manager in Flensburg und bei den Löwen ein hohes Renommee erarbeitet, das uns alle sehr beeindruckt hat. Obendrein kennt er Kiel und ist der absolute Wunschkandidat des gesamten Aufsichtsrates“, sagte THW-Aufsichtsratschef Klaus-Hinrich Vater. „Thorsten Storm und ich kennen und schätzen uns schon lange. Er wird dem THW guttun“, sagte Kiels Trainer Alfred Gislason.

Die Rhein-Neckar Löwen „bedauerten die Entscheidung von Thorsten sehr“, wie der Löwen-Aufsichtsratsvorsitzende Bernhard Slavetinsky sagte. „Thorsten hat die Löwen durch schwierige Zeiten geführt, wirtschaftlich auf gesunde Beine gestellt und sportlich zu einem Top-Team geformt.“

SAP-Arena-Geschäftsführer und Löwen-Gesellschafter Daniel Hopp sagte, die Löwen verlören „den Macher und das Zugpferd und vor allem einen verlässlichen und vertrauensvollen Menschen“. Er habe „maßgeblich den Karren aus dem Dreck gezogen, als es dem Club nicht gut ging und hat ihn sukzessive auf stabile Füße gestellt“.

Der Wechsel von den Löwen zum THW hat eine pikante Note, weil die Badener damals maßgeblich die Aufdeckung der angeblichen Manipulationsaffäre um die Kieler ins Rollen gebracht hatten, die Schwenker den Job kostete. Vor der Bekanntgabe der Verpflichtung Storms nun war wiederum über eine Rückkehr Schwenkers zum deutschen Meister spekuliert worden. Aufsichtsratschef Vater hatte diese aber umgehend ausgeschlossen.

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