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Steht die SRB vorerst auf dem Abstellgleis?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Befürworter glauben weiter an die Stadtregionalbahn Kiel

shz.de von
erstellt am 12.Sep.2013 | 10:00 Uhr

Die Stadtregionalbahn (SRB) soll Kiel in Zukunft besser mit dem Umland vernetzen. Doch nun scheint das Verkehrsprojekt, das in der Landeshauptstadt schon seit einiger Zeit immer mal wieder die Gemüter erhitzt, vorerst auf dem Abstellgleis zu stehen. Beim Nord-Gipfel am Dienstag entschieden Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig und der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz (beide SPD), der S-Bahn-Linie 4 zwischen Hamburg und Bad Oldesloe die Vorfahrt zu geben. Damit drohen mögliche Fördermittel des Landes für das Kieler Projekt wegzufallen. Auch die S21 von Hamburg nach Kaltenkirchen soll aus demselben Topf gefördert werden.

Am Ende sehen sich die Befürworter der SRB deswegen aber noch lange nicht. Im Gegenteil: Am Dienstagabend hatte der Förderverein Pro StadtRegionalBahn zu seiner zweiten Förderkonferenz ins Kieler Technologiezentrum (Kitz) eingeladen. Dort war auch Kiels Bürgermeister Peter Todeskino (Grüne) vor rund 70 Gästen als Teilnehmer einer Podiumsdiskussion mit von der Partie. Von einer gedrückten Stimmung ob der schlechten Nachrichten war jedoch keine Spur. „Ich war mir immer bewusst, dass sich die SRB Konkurrenzvorhaben stellen muss. Ich habe aber nicht den Eindruck, dass die Stadtregionalbahn vor dem Aus steht“, betonte Todeskino. Immerhin habe das Land die Landesweite Verkehrsservicegesellschaft (LVS) beauftragt, eine ingenieurmäßige Durchplanung des Vorhabens vorzubereiten, so Todeskino: „Es geht offenbar voran.“

Auch LVS-Geschäftsführer Bernhard Wewers, der auf der Förderkonferenz über den aktuellen Stand in Sachen SRB informierte, glaubt weiter an die Umsetzung. „Die Konkurrenz ist durch die S4 und die S21 zwar größer geworden, aber für die LVS gehen die Planungen zur Stadtregionalbahn jetzt erst los“, betonte Wewers. Die SRB sei ein regionales und kein Kieler Projekt, die Finanzierung der drei Vorhaben verlaufe zeitversetzt. „Alle drei Projekte sind gut und sinnvoll. Sie befinden sich derzeit noch im Planungsstadium. Ob sie alle drei auch umgesetzt werden können, das muss letztlich die Politik entscheiden“, so Wewers. Derzeit werde für die SRB die Vorentwurfsplanung vorbereitet. Die beiden Städte Kiel und Neumünster sowie die ebenfalls beteiligten Kreise Plön und Rendsburg-Eckernförde müssten Ende dieses oder Anfang kommenden Jahres dann über die Bereitstellung der Gelder für die Vorentwurfsplanung entscheiden.

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