Umzug : Stau vor dem Schwanenweg: Das Klinik-Labor wird eingeflogen

Am Schwanenweg wird’s auch heute eng: Der mächtige Kran nimmt die von Tiefbettladern angelieferten Module für das neue Zentrallabor an den Haken.
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Am Schwanenweg wird’s auch heute eng: Der mächtige Kran nimmt die von Tiefbettladern angelieferten Module für das neue Zentrallabor an den Haken.

Aus 18 Modulen im Bausteinsystem entsteht das neue Zentrallabor am Uni-Klinikum. Am Dienstag wurden die ersten Segmente angeliefert und per Kran auf den vorläufigen Standort getragen. Denn in drei Jahren muss das Labor erneut umziehen.

shz.de von
28. Juli 2015, 18:26 Uhr

Kräftiger Stau gestern Vormittag im Bereich des Düsternbrooker Weges direkt an der Kieler Förde: Aus dem Ruhrgebiet rollten nahezu ein Dutzend Tiefbettlader mit sperriger Fracht für das Uni-Klinikum an. Die Schwertransporter lieferten die einzelnen Module für das neue Zentrallabor und bogen nacheinander auf den schmalen Schwanenweg ein. Dort wartete ein mächtiger Kran, um die in Fertigbauweise erstellten Elemente über die Köpfe der Schaulustigen hinweg auf ihren Platz hinter Haus 45 (Schmerz- und Palliativmedizin) zu hieven.

Insgesamt 18 Module werden für die Errichtung des modernen Zentrallabors im Institut für Klinische Chemie benötigt. Bislang war das Institut unter Leitung von Prof. Ralf Junker im Keller von Haus 18 am Uni-Klinikum Schleswig-Holstein (UKSH) untergebracht. Dort jedoch wird die künftige Notaufnahme entstehen, das Labor muss deshalb seinen Platz räumen.

Nach Angaben der Pressestelle des UKSH ermöglicht die Modulbauweise eine rasche Fertigstellung des eingeschossigen Neubaus. Bereits Ende Oktober soll das Labor, mit Neben- und Versorgungsräumen etwa 520 Quadratmeter groß, seine Arbeit aufnehmen.

Allerdings zunächst nur für gut drei Jahre. Erst 2018 wird das Zentrallabor seinen endgültigen Platz erhalten. Wegen der Enge auf dem Klinik-Campus, so die Begründung der Pressestelle, sei der Umzug auf Raten unumgänglich. Die Kosten für das neue Labor beziffert das UKSH auf 1,85 Millionen Euro.

Die angelieferten Bausteine sind jeweils 8,6 Meter lang, vier Meter breit und 3,7 Meter hoch. Die Hälfte der benötigten 18 Module erreichte gestern ihr Ziel, heute folgt Teil zwei des Transports. Erneut müssen die Verkehrsteilnehmer im Bereich vor dem Uni-Klinikum mit Behinderungen und kurzzeitigen Sperrungen rechnen.

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