UKSH in Kiel : Startschuss für besondere Betriebs-Kita

Schlüsselübergabe: Architekt Norbert Hochgürtel, Prof. Dr. Ulrich Stephani, Dekan der medizinischen Fakultät der CAU, Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, UKSH-Vorstand Prof. Dr. Jens Scholz, Ministerin Kristin Alheit, GMSH-Geschäftsführer Hans-Adolf Bilzhause, Kitaleiterin Bente Rohla (v.l.) und einige Kitakinder.
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Schlüsselübergabe: Architekt Norbert Hochgürtel, Prof. Dr. Ulrich Stephani, Dekan der medizinischen Fakultät der CAU, Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, UKSH-Vorstand Prof. Dr. Jens Scholz, Ministerin Kristin Alheit, GMSH-Geschäftsführer Hans-Adolf Bilzhause, Kitaleiterin Bente Rohla (v.l.) und einige Kitakinder.

Feierliche Schlüsselübergabe gestern in UKSH-Neubau: Am Standort Kiel kommen nun insgesamt 235 Mitarbeiter-Kinder unter. „Beispielhaft“, findet Ministerin Kristin Alheit. Auch für alle Kieler Eltern steht das Angebot offen.

shz.de von
28. Mai 2015, 06:06 Uhr

Die „Sprotten“, die Frösche“, die „Seepferdchen“ und die anderen Kindergruppen sollen sich wohlfühlen: Lichtdurchflutet und in frischen Farben, kombiniert mit hellen Holztönen, präsentiert sich der neue Kita-Erweiterungsbau des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) auf einer Fläche von 1  500 Quadratmetern in Kiel. Gestern wurde das Haus im Stadtteil Düsternbrook mit der symbolischen Schlüsselübergabe feierlich eingeweiht – nach rund 18 Monaten Bauzeit. Von einer „beispielhaften“ Einrichtung sprach Familien- und Gesundheitsministerin Kristin Alheit (SPD). Schließlich gibt es unter landesweit 1700 Kindertagesstätten nur 20 betriebliche Kitas. Laut Alheit ein „Armutszeugnis“ und ein Appell an Arbeitgeber, sich stärker zu engagieren.

Für UKSH-Vorstand Jens Scholz steht fest: Als großer Arbeitgeber muss das Klinikum attraktiv sein – und will mit Familienfreundlichkeit punkten. Mit nun insgesamt 425 Betreuungsplätzen für Kinder von Mitarbeitern an den Standorten Kiel und Lübeck sieht Scholz das UKSH bundesweit in der Vorreiterrolle: „Das ist ein ambitioniertes, wegweisendes Konzept.“

Das UKSH bietet seit 1968 Betreuungsplätze in Kiel an. Mit dem zusätzlichen Neubau, der 115 Kinder unterbringen kann, sind es aktuell 235 in der Landeshauptstadt. Im Neubau sind acht Gruppen vorgesehen. Darunter Krippen-, Elementargruppen sowie altersgemischte Gruppen. Die Stadt Kiel hat drei Krippengruppen und eine altersgemischte Gruppe in den Bedarfsplan aufgenommen. Das Angebot steht damit auch Kieler Eltern offen.

Nur – alle Plätze sind schon belegt. Lediglich elf werden für UKSH-Mitarbeiter freigehalten. Und die Nachfrage ist groß. Laut Leiterin Bente Rohla gibt es bereits Anfragen für 2016 und 2017. Am Montag entern die ersten Sprösslinge die 65 Räume. Sie werden von 64 Mitarbeitern, inklusive Küchenpersonal, betreut und können neben Sporträumen auch eine Kinderküche sowie einen Naturgarten nutzen.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 4,4 Millionen Euro. 665  000 Euro Fördermittel gab die Stadt Kiel dazu, auch die Uni beteiligte sich mit 360  000 Euro an den Investitionskosten.

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