Hitzewelle : Stadtwerke melden Wasserrekorde

Wertvolles Gut: Sauberes Wasser.
Wertvolles Gut: Sauberes Wasser.

Der heiße Mai ließ die Kielerinnen und Kieler schwitzen. Der Wasserverbrauch schoss in die Höhe. Am 31. Mai wurde mit exakt 63 678 Kubikmeter die höchste Tagesabgabe gemessen – zehn Prozent mehr als beim Rekord des Vorjahres.

shz.de von
01. Juni 2018, 18:49 Uhr

Der Tages-Spitzenwert des vergangenen Jahres, datiert vom 19. Juli, lag bei exakt 58 156 Kubikmeter. Im laufenden Jahr, im Mai natürlich, wurde diese 2017er-Höchstabgabe bereits acht Mal (!) überschritten. Nach Angaben der Kieler Stadtwerke wurde am 31. Mai 2018 mit 63 678 Kubikmeter die höchste Tagesabgabe verzeichnet. Das entspricht umgerechnet dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 1600 Haushalten oder rund 125 000 Planschbeckenfüllungen.

Damit das Kieler Trinkwasser auch unter diesen hohen Anforderungen jederzeit ausreichend zur Verfügung steht, betreiben die Kieler Stadtwerke vier Wasserwerke. Hier bereitet der Energieversorger das aus einer Tiefe von bis zu 240 Metern geförderte Rohwasser auf. Die große Tiefe und die Abdeckung durch eine Ton-Mergel-Schicht sorgen dafür, dass das Grundwasser ziemlich sicher vor Verunreinigungen geschützt ist. Die Experten sprechen davon, dass das Kieler Wasser „anthropogen vollkommen unbelastet“ ist, also frei von jeder menschlichen Einflussnahme.

„Neben den vier Wasserwerken nutzen wir fünf Trinkwasserspeicher, um die Versorgung jederzeit zuverlässig zu gewährleisten. Mit den unterirdischen Behältern gleichen wir die Differenz zwischen der geförderten und benötigten Wassermenge während der Verbrauchsspitzen im Netz aus. Das funktioniert auch bei lang anhaltenden Hitzeperioden wie im Mai“, erklärt Stadtwerke-Sprecher Sönke Schuster.

Die Speicher werden in der verbrauchsarmen Nachtzeit gefüllt und bei Bedarf tagsüber genutzt. So arbeiten die Wasserwerke rund um die Uhr gleichmäßig – tagsüber für die Haushalte in Kiel, nachts für die Trinkwasserspeicher.

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