Stadtmuseum sucht Vorbild der Prinz-Heinrich-Mütze

Prinz Heinrich und seine Mütze.
Prinz Heinrich und seine Mütze.

shz.de von
13. Mai 2013, 10:02 Uhr

Kiel | Mit Prinz Heinrich, dem Bruder des letzten deutschen Kaisers, verbinden viele die blaue Kopfbedeckung, die als Prinz-Heinrich-Mütze bekannt wurde. Diese darf nicht fehlen, wenn das Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum Warleberger Hof zur Kieler Woche die Ausstellung "Prinz Heinrich von Preußen - Großadmiral, Kaiserbruder, Technikpionier" eröffnet. Ein wichtiges Ausstellungsstück fehlt jedoch. Für die Schau wird nicht die Prinz-Heinrich-Mütze an sich gesucht, die es in unterschiedlichen Formen, Farben und Stoffen zu kaufen gibt, sondern ihre einstige Vorlage.

Die Mütze geht zurück auf die Vereinsmütze des Kaiserlichen Yacht-Clubs (KYC). Dieser führte 1892 eine Clubtracht ein, zu der auch eine blaue Schirmmütze gehörte. Sie war der Uniformmütze der Kaiserlichen Marine nachempfunden. Prinz Heinrich, Vize-Kommodore des Yacht-Clubs und begeisterter Segler, trug sie bei vielen Anlässen und machte sie so populär. Mützenmacher fertigten sie nach, und binnen kurzem entwickelte sie sich unter dem Namen Prinz-Heinrich-Mütze zu einem Verkaufsschlager.

Von der Mütze des Kaiserlichen Yacht-Clubs scheinen kaum noch Exemplare zu existieren. Daher hofft das Museum, dass vielleicht auf einem Dachboden eine derartige Mütze noch "schlummert". Zu erkennen ist sie an dem Abzeichen des Clubs: ein ovales Emblem mit gesticktem Anker, Kaiserkrone und den Initialen KYC sowie einem Metallwappen, das den preußischen Adler mit dem schwarz-weißen Schild des Hohenzollernhauses zeigt. Das Stadt- und Schifffahrtsmuseum bittet Besitzer einer solchen Mütze, sich werktags unter Telefon 0431/26091413 oder 26091414 im Magazin des Museums zu melden.

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