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Stadt legt Kondolenzbuch für Berthold Beitz aus

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Kiel | Berthold Beitz hat in seinem Leben viel geleistet. Der Großindustrielle, der am Dienstag in Kampen auf Sylt im Alter von 99 Jahren verstarb (wir berichteten), hat viele Spuren in Kiel hinterlassen und die Entwicklung der Landeshauptstadt maßgeblich mitbeeinflusst. Vor dem Rathaus ist bis einschließlich Sonnabend als Zeichen der Trauer auf Halbmast geflaggt. Ab heute wird in der Ehrenhalle im Eingangsbereich des Rathauses ein Kondolenzbuch ausliegen, in das sich die Kieler Bürger eintragen können.

Der Großindustrielle, der rund 60 Jahre lang in verschiedenen Funktionen an der Spitze des Krupp-Konzerns stand, sorgte mit seiner Stimme im Vergabeausschuss der Kommission des Olympischen Organisationskomitees im Jahr 1967 dafür, dass die Segelsport-Wettbewerbe während der Olympischen Spiele 1972 in München vor Kiel ausgetragen wurden. Das ermöglichte den Umbau des Dorfes Schilksee zu einem Seebad und zum Olympiazentrum.

Auch dessen heutiges Erscheinungsbild steht mit Berthold Beitz in enger Verbindung. Denn ohne den 830 000-Euro-Zuschuss durch die "Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung", deren Vorsitzender Beitz seit 1967 war, wäre das Regattahaus auf dem Schilkseer Hafenvorfeld wohl nicht realisiert worden. Es wurde im Juni 2008 eingeweiht.

Ein Jahr zuvor hatte Beitz, der im September dieses Jahres seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, auch für die Rettung des damals finanziell angeschlagenen Kieler Yacht-Clubs (KYC) verantwortlich gezeichnet. Durch seinen Einsatz erreichte er, dass der Konzern ThyssenKrupp das Clubhaus des KYC sowie das dazugehörige Hotel "Kieler Yachtclub" für rund 2,45 Millionen Euro erwarb und komplett sanierte.

Im Jahr 2004 wurde Berthold Beitz, der seit vielen Jahren Stammgast auf der Kieler Woche war, für seine Verdienste um die Stadt zum Ehrenbürger Kiels ernannt. Mindestens ein städtischer Repräsentant wird auch bei der zentralen Trauerfeier in Essen anwesend sein.

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erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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