Bunkerbild : Stadt kalkuliert mit 30 000 Euro

Noske und die Soldaten:  Der umstrittene schnauzbärtige Sozialdemokrat (Mitte) gehört zum Bilderbogen rund um den Kieler Matrosenaufstand, der 1918 zum Ende des Krieges führte.
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Noske und die Soldaten: Der umstrittene schnauzbärtige Sozialdemokrat (Mitte) gehört zum Bilderbogen rund um den Kieler Matrosenaufstand, der 1918 zum Ende des Krieges führte.

Es könnte im Herbst oder im nächsten Frühjahr losgehen mit der Erneuerung des Monumentalgemäldes am Iltisbunker auf dem Kieler Ostufer. Kulturreferent Rainer Pasternak kalkuliert mit 30 000 Euro, er steht in Gesprächen mit dem Künstler Shahin Charmi.

shz.de von
29. Juni 2015, 18:46 Uhr

In die Debatte um die Restaurierung des Bunkerbildes an der Preetzer Straße (wir berichteten) kommt Bewegung. Ähnlich wie der Künstler Shahin Charmi, der vor 26 Jahren gemeinsam mit jugendlichen Arbeitslosen das monumentale Gemälde zur Kieler Stadtgeschichte erstellt hatte, setzt auch die Stadt auf einen neuen Anstrich.

Kulturreferent Rainer Pasternak verfolgt wie Charmi das Ziel, den Iltisbunker spätestens zum 100-jährigen Jubiläum des Kieler Matrosenaufstandes 2018 in frischen Farben erstrahlen zu lassen. Pasternak stellt aber auch klar, dass es ABM-Projekte wie damals heute nicht mehr gibt. Eine zweijährige Vorbereitungszeit in eigenen Werkstätten, wie von Charmi gewünscht, ist für ihn nicht umsetzbar. Pasternak geht eher davon aus, ausgebildete Maler unter den Flüchtlingen für das Kunstprojekt zu gewinnen. Erste Gespräche seien erfolgreich verlaufen. Pasternak hat auch einen Rentner-Ingenieur gewinnen können, der die ehrenamtliche Bauleitung in den zwei bis drei Monaten der Mal-Zeit übernehmen würde.

Charmi sollte nach Pasternaks Vorstellung die künstlerische Leitung übernehmen. Der Kulturreferent betont aber gleichzeitig, dass das Gemälde der Stadt gehört – Charmi hatte seinerzeit als offizieller Angestellter der Stadt das Bild erschaffen. Pasternak kalkuliert die Kosten etwa für das Gerüst und die Farben mit rund 30  000 Euro. Projektstart könnte nach seinen Worten im Herbst, spätestens aber im Frühjahr 2016 sein. Pasternak sichert auch zu, dass der wilde Efeu entfernt wird, der einige Bildteile überwuchert. Und auch ein Baum, der die freie Sicht auf das Kunstwerk einschränkt, wird gekappt.

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