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Fall des toten Babys von Sülfeld : Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Mutter

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Die Mutter habe erkannt, dass das Baby bei der Geburt noch gelebt hat und soll es getötet haben, so der Vorwurf.

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2017 | 14:06 Uhr

Kiel/Sülfeld | Gut eineinhalb Jahre nach dem Fund eines toten Säuglings in einem Mülleimer in Sülfeld (Kreis Segeberg) hat die Staatsanwaltschaft Kiel Anklage wegen Totschlags gegen die Mutter erhoben. Die Staatsanwaltschaft gehe davon aus, dass die aus Eritrea stammende Frau erkannt habe, dass das Kind bei der Geburt noch gelebt und sie es getötet habe, sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler am Dienstag. Zuvor hatte der NDR berichtet.

Die Mutter des Kindes konnte erst mehr als ein Jahr nach der Tat über eine DNA-Spur ausfindig gemacht werden. Sie befindet sich seit Ende Dezember 2016 in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft geht nach der Vernehmung der Frau davon aus, dass das Kind während der Flucht der 22-Jährigen aus Eritrea bei einer Vergewaltigung gezeugt worden ist. Deswegen habe sie das Kind für sich nicht annehmen können.

Der Fall hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt. Der Säugling wurde am 15. Oktober 2015 leblos in einer mit Kleidungsstücken gefüllten Tüte in einem Mülleimer an einer Bushaltestelle an der Bundesstraße 432 entdeckt. Eine Passantin hatte die Tüte zuvor rund 300 Meter von der Haltestelle entfernt gefunden und ohne Kenntnis des Inhalts in den Mülleimer gelegt.

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