Special Olympics in Kiel – „so inklusiv wie noch nie“

Leichtathletik.
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09. März 2018, 15:05 Uhr

„Es sind unsere elften Nationalen Sommerspiele, doch so inklusiv und vielfältig waren die Spiele noch nie“, erklärt Sven Albrecht, Bundesgeschäftsführer von Special Olympics Deutschland (SOD) im Rahmen der Vorstellung der Wettbewerbsdisziplinen. Insgesamt 19 Sportarten werden bei den Special Olympics für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung vom 14. bis zum 18. Mai in Kiel mitzuerleben sein. Auch Neues hält das Programm der Sommerspiele bereit. Zum ersten Mal wird etwa Segeln zu den Sportarten der Special Olympics gehören, denn „das darf in Kiel natürlich nicht fehlen“, erklärte Sven Albrecht. Drei ausländische Gastdelegationen hätten bereits ihre Teilnahme für den Wettbewerb angekündigt.

Erstmals, kündigt Sven Albrecht an, werden außerdem Wettbewerbe wie im Beachvolleyball, Kraftdreikampf, Kanu, Schwimmen oder in Leichtathletik auch in den Abendstunden stattfinden, „um der Bevölkerung die Chance zu geben, an den Wettbewerben teilzunehmen“. Denn das Motto der Spiele „Gemeinsam stark“ soll sich künftig über die Nationalen Spiele hinaus im Breitensport etablieren, hofft Albrecht. Mit insgesamt 1100 Aktiven in den Unified Sports Wettbewerben – dem gemeinsamen Sport von Menschen mit und ohne geistige Behinderung – durchbrechen die Special Olympics schon jetzt die Rekordmarke. André Bendschneider ist Teil des Unified Basketballteams Eiderheim und findet es „fabelhaft, in dem Team zu spielen. Wir spielen absolut auf Augenhöhe und das sportliche Niveau ist ungeheuer stark“. Thomas Gindra, Vizepräsident Sport der Special Olympics Deutschland, kann dem nur beipflichten: „Von der dritten Herrenkreisklasse bis zur Bundesliga sind alle sportlichen Niveaus dabei.“

Die Unified Wettbewerbe finden in 16 der 19 Disziplinen statt. Mehr als 1100 der insgesamt 4600 Aktiven der Special Olympics beteiligen sich daran. Weitere offene und inklusive Sportangebote der Sommerspiele in Kiel sind etwa der Campuslauf der Christian-Albrechts-Universität. Sebastian Kröger tritt bei den nationalen Sommerspielen in den Disziplinen 100-Meter-Lauf, Weitsprung und 400-Meter-Staffellauf an. Dabei hat der Athletensprecher schon ein klares Ziel vor Augen: „Ich will in Kiel eine Medaille holen und nach Abu Dhabi fliegen.“ Denn die Qualifikation bei den Landesspielen sichert die Teilnahme an den Weltspielen 2019 in den Vereinigten Arabischen emiraten.

Mit 993 Athletinnen und Athleten ist Fußball die größte Sportart bei den Nationalen Spielen, es folgen Leichtathletik (708) und Schwimmen (548). Für einen reibungslosen Ablauf arbeiten die Veranstalter eng mit dem organisierten Sport zusammen. „Der Landessportverband unterstützt gemeinsam mit seinen Vereinen und Verbänden die Special Olympics in Kiel auf vielfältige Art“, sagt LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen. So stellt der LSV etwa Helfer, Kampfrichter und Sportgeräte bereit und unterstützt SOD bei der Mitgestaltung von zentralen Veranstaltungen. “Wir erhoffen uns von den Special Olympics Kiel 2018 weitere wertvolle Impulse für den Ausbau von Inklusionsangeboten im organisierten Sport in Schleswig-Holstein“, erklärt Tiessen.

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