Vorbild Mecklenburg-Vorpommern? : SPD in SH will Erleichterung für Rentner bei der Steuererklärung

In Mecklenburg-Vorpommern können Rentner bereits auf eine Steuererklärung verzichten, wenn sie nur Renteneinkünfte beziehen.
In Mecklenburg-Vorpommern können Rentner bereits auf eine Steuererklärung verzichten, wenn sie nur Renteneinkünfte beziehen.

Die Sozialdemokraten schlagen ein Amtsveranlagungsverfahren vor. Das trifft bei Monika Heinold auf offenen Ohren.

shz.de von
30. Mai 2018, 17:42 Uhr

Kiel | Die SPD-Landtagsfraktion will Rentner bei der Steuererklärung entlasten. „Da die Rentenversicherungsträger ihre Daten längst elektronisch an die Steuerverwaltung übermitteln, könnte das Finanzamt die Einkommensteuer in vielen Fällen auch eigenständig festsetzen“, sagte die SPD-Finanzpolitikerin Beate Raudies am Mittwoch. Am Donnerstag ist Stichtag für die Abgabe von Einkommensteuererklärungen.

Raudies verwies auf die Praxis im Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern. „Dort können Rentner bereits seit rund einem Jahr freiwillig auf die Abgabe einer Steuererklärung verzichten, wenn sie ausschließlich Renteneinkünfte beziehen“, sagte Raudies. Das Verfahren werde von den Senioren als echte Entlastung empfunden und bereits in rund 2400 Fällen genutzt.

Die Sozialdemokraten fordern die Landesregierung mit einem Antrag auf, das sogenannte Amtsveranlagungsverfahren auch in Schleswig-Holstein einzuführen. Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) signalisierte Unterstützung für die Initiative. „Vorschläge zur Vereinfachung der Einkommensteuererklärung sind herzlich willkommen“, sagte sie. „Sollten die Ergebnisse der laufenden Pilotverfahren zum Amtsveranlagungsverfahren positiv sein, sind wir offen für eine Umsetzung.“

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