Forschungs- und Lehrcampus : Spatenstich fürs 90-Millionen-Euro-Projekt

In der Mitte Ministerin Alheit (4. v. l.): Der erste Spatenstich erfolgte gleich zehnfach.
In der Mitte Ministerin Alheit (4. v. l.): Der erste Spatenstich erfolgte gleich zehnfach.

In drei Abschnitten soll der neue Forschungs- und Lehrcampus bis zum Jahr 2023 hochgezogen werden. Gestern war der erste Spatenstich – mit nicht weniger als zehn Personen auf dem Baufeld.

shz.de von
21. März 2016, 18:12 Uhr

Bei ihm muss sich eine Menge Frust angesammelt haben. Professor Ulrich Stephani, Dekan der Medizinischen Fakultät der Kieler Universität, nahm gestern kein Blatt vor den Mund. Beim ersten Spatenstich für den neuen Forschungs- und Lehrcampus beklagte er das „Fürstentumdenken“ einiger Professoren-Kollegen, die egoistisch auf einem eigenen Labor bestehen und andernfalls gleich mit einer Beschwerde beim Ministerpräsidenten drohen.

„Das wird es nicht mehr geben“, kündigte Stephani an. Der Neubau an der Feldstraße wird über flexible Module und damit über „forschungs- und bedarfsgerechte Labore“ verfügen. Mit neuen Projekten soll eine zügige neue Ausrichtung erfolgen, Erbhöfe sind für Stephani künftig tabu.

Das erste Gebäude wird für 27 Millionen Euro in drei Jahren errichtet. Bis 2023 folgen ein zweites Haus und der Studiencampus mit den Hörsälen. Die Gesamtkosten liegen bei 90 Millionen Euro, das Land steuert den Löwenanteil bei. Ministerin Kristin Alheit ist überzeugt von der Investition: „Kiel wird für Wissenschaftler attraktiv.“

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