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Start ins Wintersemester : Sonniger Empfang für 6243 „Erstis“

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Offizielle Begrüßungsfeier für die neuen Studenten an der Christian-Albrechts-Universität. Im Audimax gab’s jede Menge Infos über Blasmusik, Busbenutzung und Berufsaussichten - und kostenlose Werbung für die schöne Stadt am Meer.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2017 | 19:06 Uhr

„Fantasy“ – so steht’s gleich am Eingang zum Audimax, wo gestern die neuen Studenten der Christian-Albrechts-Universität (CAU) begrüßt wurden. Das große Plakat ist allerdings weniger eine Anregung zum studentischen Fabulieren als vielmehr eine Einladung zum Arbeitskreis, der sich mit Fantasy-Literatur beschäftigt. Weshalb auch eine Landkarte von „Mittelerde“ aufgehängt ist mit dem Auenland der Hobbits – und damit kommen wir der Angelegenheit ungewollt etwas näher.

Um Orientierung ging es nämlich gestern bei der offiziellen Eröffnungsfeier. Für die 6243 jungen Frauen und Männer, die sich erstmals an der CAU eingeschrieben haben, wurden im Audimax jede Menge Info-Tische aufgebaut. Die Segelsport-Aktiven unterbreiteten ihre Angebote ebenso wie die Evangelische Studentengemeinde, die Agentur für Arbeit oder die Stadt Kiel, die mit 1000 kostenlosen Trinkbechern für ihre zentrale Verwaltungsnummer 115 warb. Die Big-Band der Universität spielte zur Begrüßung auf und lud Nachwuchsmusiker gleich zum Mitmachen ein. Gesucht sind Trompeter und ein zweiter Bassist, wie Dirigent Peter Urban sagte.

Der Asta, der Allgemeine Studierenden-Ausschuss, hatte auf seinem Tisch in der Audimax-Mitte jede Menge Broschüren für die sogenannten „Erstis“ parat. Darunter auch einen Leitfaden von Zebra, dem Zentrum für Betroffene rechter Angriffe. Die Mitarbeiter versprechen Beratung und Unterstützung im Fall der Fälle. Immerhin sind 2100 unter den insgesamt 26  462 Studenten (siehe auch Artikel auf Seite 3) ausländischer Herkunft – schon aufgrund von Aussehen oder Hautfarbe könnte man ins Fadenkreuz geraten. Wichtig ist auch die Aufklärung der KVG, der Kieler Verkehrsgesellschaft: Im Semesterbeitrag von 120 Euro ist das Semesterticket bereits enthalten. Studenten fahren kostenlos im Bus an der Universität vor – das spart Parkplätze und beugt Staus vor.

Fürs Pedaletreten warb Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, selbst überzeugter Radfahrer, in seiner launigen Begrüßungsrede. „Hier kommen Sie überall mit dem Rad hin“, erklärte er den „Erstis“. Kiel lasse sich auf diese Weise gut erkunden. Botschafter Kämpfer fuhr fort: Die Lebensqualität ist hervorragend, die Berufsaussichten nach dem Studium sind günstig, und außerdem ist in der Stadt mit den Holstein-Kickern die coolste Fußballmannschaft zu Hause.

Der Oberbürgermeister appellierte an die neuen Studenten, sich doch bitte sehr auch in Kiel anzumelden. „Sie bekommen dann 100 Euro von der Stadt. Und ich erhalte 1000 Euro vom Land. Das ist doch ein wirklich tolles Geschäft.“ Als sich das Gelächter gelegt hatte, fügte Kämpfer erklärend hinzu: „Dann können wir die Radwege schneller bauen.“

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