Nachwuchs-Forscher : Sommerschule im Ostfriesennerz

Gerüstet für die Förde-Tour: (von links) Lara Beuke, Katharina Delfs, Lisa-Marie Ode, Clara Immelmann und Jonathan Mette (r.) mit Joachim Deng, dem Leiter der Nachwuchs-Sommerschule bei Geomar.
Gerüstet für die Förde-Tour: (von links) Lara Beuke, Katharina Delfs, Lisa-Marie Ode, Clara Immelmann und Jonathan Mette (r.) mit Joachim Deng, dem Leiter der Nachwuchs-Sommerschule bei Geomar.

Sie untersuchen das Fördewasser, nehmen Planktonproben und setzen sich ans Mikroskop. In der Sommerschule bei Geomar lernte der Nachwuchs, wie Forschung in der Praxis aussieht.

shz.de von
29. Juli 2015, 18:05 Uhr

Die 16-jährige Lisa Gloy aus Neumünster weiß es genau: Nach ihrem Abitur möchte sie Forscherin werden. Üben kann sie in diesen Tagen bereits, sie gehört zu den zwölf Teilnehmern der Sommerschule bei Geomar, dem Institut für Meereswissenschaften. „Wie lange kann das Meer die Luft anhalten?“ heißt der Arbeitstitel.

Unter der Leitung von Joachim Deng und seiner Ehefrau Sally lernt der Nachwuchs zunächst auf dem Trockenen die Instrumente und Apparaturen der Ozeanforscher kennen. Danach geht es an die Förde, um vom Steg aus Wasserproben zu nehmen und Plankton zu fischen, das dann unter dem Mikroskop untersucht wird. Fortgeschrittene Teilnehmer schippern sogar mit dem kleinen „Polarfuchs“ aufs Wasser. Unter Echtzeitbedingungen – sprich: bei Regenwetter auf dem schaukelnden Kahn – untersuchen sie das Fördewasser etwa auf Nährstoffeinträge oder Bakterienbesiedlung.

„Die Idee ist es den Schülern zu zeigen, wie wirkliche Forschung funktioniert“, erklärt Joachim Deng. Geomar bietet seine Sommerschule seit Jahren an, bewerben kann man sich auf der Internetseite. Die meisten Teilnehmer kommen aus Kiel oder aus der Nachbarregion wie Flintbek, Eckernförde oder Felm.

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