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Familiendrama in Neumünster : Sohn stach auf Mutter ein – 19-Jähriger vor Gericht

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Die Frau überlebte die schweren Verletzungen, weil ihr der dreijährige Sohn zur Hilfe eilte.

shz.de von
erstellt am 23.Feb.2017 | 11:27 Uhr

Kiel | Im Beisein seines dreijährigen Halbbruders soll ein vermutlich psychisch kranker 18-Jähriger im August vergangenen Jahres in Neumünster auf seine Mutter eingestochen haben. Am Donnerstag begann das Sicherungsverfahren gegen den heute 19-jährigen jungen Mann vor der Jugendkammer des Kieler Landgerichts.

Dass die lebensgefährlich verletzte Frau die Messerattacke überlebte, verdankt sie nach Angaben des Staatsanwalts ihrem erst dreijährigen Sohn. Er half ihr demnach den Notruf abzusetzen. Sonst wäre die damals 39-Jährige an drei tiefen Einstichen in Lunge, Leber und Darm verblutet. 

Der Beschuldigte habe seine Mutter töten wollen - vermutlich in einem Anfall von Schizophrenie, sagte der Staatsanwalt. Er habe Ende August 2016 drei Mal mit einem Küchenmesser auf die Frau eingestochen und sie dann hilflos in der gemeinsamen Wohnung in Neumünster zurückgelassen - in der Annahme, dass sie schon tot sei oder sterbe. Er wurde wenig später unweit des Mehrfamilienhauses festgenommen.

Zu seinem Schutz wurde die Öffentlichkeit bis zum Urteil von der Verhandlung ausgeschlossen. Für das Verfahren hat die Jugendkammer bis zum 5. April acht Verhandlungstage vorgesehen. Der junge Mann wurde in Hand- und Fußfesseln in den Gerichtssaal gebracht.

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