Kiel : So wurde der Schnee zwei Einbrechern zum Verhängnis

Ein Wirt wird von seiner Alarmanlage seiner Gaststätte aus dem Schlaf gerissen. Er alarmiert die Polizei.

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17. Januar 2018, 15:26 Uhr

Kiel | In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch haben Polizeibeamte des 4. Polizeireviers zwei Personen nach einem Einbruch in eine Gaststätte in der Elisabethstraße festgenommen. Ihre Fußspuren im frischen Schnee, die sie auf ihrer Flucht hinterlassen hatten, führten die Beamten direkt zu ihrem Unterschlupf. Die beiden Männer wurden vorläufig festgenommen. Nach einer Nacht im Polizeigewahrsam wurden sie am Vormittag auf Grund fehlender Haftgründe wieder entlassen.

Gegen 2.30 Uhr riss die Alarmanlage einer Gaststätte in der Elisabethstraße ihren Inhaber aus dem Schlaf. Seine Wohnung ist in den hinteren Räumen der Kneipe.

Der 38-jährige Gastwirt ging in den Schankraum, aus dem er zuvor mehrere Stimmen gehört hatte. Als er dort ankam, war niemand mehr da. In der Frontscheibe der Kneipe klaffte ein großes Loch und es fehlte eine Geldkassette mit Kleingeld.

Der Wirt rief sofort die Polizei. Die kurz darauf eingetroffenen Polizisten stellten zwei frische Fußspuren im Schnee fest, die sowohl zu der zerstörten Scheibe hin als auch wieder von ihr weg führten.

Sie folgten den Fährten, die sie über mehrere Straßen letztendlich in einen Keller eines Mehrfamilienhauses in der Augustenstraße führten. Dort nahmen sie die beiden verblüfften Tatverdächtigen fest.

Dass ihnen der in Kiel doch sehr selten zu sehende frische Schnee zum Verhängnis werden könnte, hatten sie auf ihrer Flucht vor der Polizei nicht bedacht.

Die entwendete Geldkassette hatten die Einsatzkräfte ebenfalls auf dem Weg in die Augustenstraße gefunden. Sie war von den Tatverdächtigen bereits geleert und weggeworfen worden. Den einstelligen Euro-Betrag in Cent-Münzen fanden die Beamten bei der Durchsuchung in ihren Taschen.

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