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Nordhafen : Silobrand in Kiel: Feuer kann vorerst nicht gelöscht werden

vom
Aus der Onlineredaktion

Mehrere Tankzüge Stickstoff sind nötig, um den Silobrand im Nordhafen zu löschen. Doch die zu beschaffen, ist schwierig.

shz.de von
erstellt am 12.Mär.2015 | 11:30 Uhr

Kiel | Im 51 Meter hohen Getreidesilo am Nordhafen ist Mittwochmittag ein Schwelbrand ausgebrochen. Doch das Feuer kann vorerst nicht gelöscht werden, die Feuerwehr wird voraussichtlich mehrere Tage lang beschäftigt sein. Die Schwierigkeit dabei besteht darin, an den Brandherd heranzukommen“, sagte Feuerwehrsprecher Michael Krohn am Donnerstag. Erfahrungsgemäß dauerten solche Einsätze mehrere Tage, wenn nicht Wochen.

Aus dem Silo war am Mittwochmittag Rauch aufgestiegen. Das hatte einen größeren Einsatz der Feuerwehr ausgelöst. Die Ursache für die Hitzeentwicklung stand zunächst nicht fest. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers befinden sich dort mehrere hundert Kubikmeter eingelagertes Rapsprodukt. Es handelt sich hier um ein ölhaltiges Futterprodukt in der Bezeichnung „Raps Expeller“. Es ist in einer 51 Meter hohen Silozelle gepresst eingelagert.

Das Problem: Die Ankunft des Spezialunternehmens aus Dortmund, das mit mehreren Tankzügen Stickstoff gegen Mitternacht eintreffen sollte, habe sich verschoben, sagte Lagedienstführer Jochim Jahn von der Feuerwehr Kiel am frühen Donnerstagmorgen. „Die Menge an Stickstoff, die es zum Löschen braucht, war früher nicht zu beschaffen.“ Deshalb könne der Brand erst vom frühen Donnerstagnachmittag an gelöscht werden. In der Nacht hielten Einsatzkräfte der Feuerwehr Wache über die Glutnester.

Am Donnerstag soll nun versucht werden, das Löschmittel von unten ins Silo am Nord-Ostsee-Kanal einzubringen, hieß es. „In einem Spezialverfahren mit Verdampfern wird dem Brand der Sauerstoffanteil entzogen“, sagte der Sprecher.

Aus Sicherheitsgründen wurde ein Absperrkreis rund um das Silo gezogen. Rad- und Wanderwege in der Nähe sowie die Zufahrt zur Siloanlage sperrte die Polizei. „Eine akute Explosionsgefahr besteht zurzeit nicht“, teilte der Sprecher mit. Weitere Reaktionen im Silo könnten aber nicht ausgeschlossen werden. Bis die Glutnester vollständig gelöscht seien, könne es Stunden oder gar Tage dauern, sagte Jahn.

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