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Kiel

17. Oktober 2017 | 14:17 Uhr

Sieg für die „Musterknaben“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

GründerCup zum 10. Mal vergeben / Erfinder des „Kopfnuss“-Getränks belegen 2. Platz in Startup-Klasse

shz.de von
erstellt am 05.Dez.2013 | 06:27 Uhr

Existenzgründungen haben auch im strukturschwachen Schleswig-Holstein eine Chance auf langfristigen Erfolg – das ist die Botschaft des GründerCups Kiel Region, der gestern zum zehnten Mal verliehen wurde. Bei einem Festakt in der Förde Sparkasse in Kiel erhielten die Köpfe hinter den besten eingereichten Business-Plänen aus Kiel sowie den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Plön eine Auszeichnung. Peter Beckmann, Geschäftsführer der Kieler Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft (KiWi), sagte: „Die Marke GründerCup steht für ein gründerfreundliches Klima in der Region und strahlt weit über die Grenzen der Region hinaus.“ Der Leiter des Amtes für Wirtschaft der Landeshauptstadt Kiel, Tim Holborn, ergänzte: „Wir feiern heute Mut und Entschlossenheit, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.“ Die meisten der rund 400 Firmen, die seit 2003 an dem Wettbewerb teilgenommen hätten, seien immer noch am Markt.

Die Preisträger: In der Kategorie „Startup“ überzeugten die Kieler „Musterknaben“ Sven Kaerkes und Carolin Poprawa mit ihren Dienstleistungen im Bereich Abfall- und Energiemanagement für die gewerbliche Wohnungswirtschaft eine Fach-Jury am meisten. Sie wollen Müll besser sortieren und Energie einsparen. Die beiden belegten auch wegen ihrer „perfekten Präsentation“ und ihres „sicheren Wachstumskurses“ den ersten Platz (Preisgeld: 3500 Euro und gesponserte Radiowerbung). Das Besondere: Sie haben dafür eine Genossenschaft gegründet.

„Silber“ erhielten die drei Kieler Entwickler eines neuen Lifestyle-Getränks auf der Basis von Kokoswasser: Das „Kopfnuss“-Konzept kam gut an, ihnen bescheinigte die Jury nicht nur eine „frische Präsentation und einen guten Businessplan“ – auch ihr Produkt könne „sehr erfolgreich“ werden, hieß es. Dennis Redepenning und Tobias Herbert kamen als Duo, Torge Brummund war verhindert. Sie freuten sich sehr: „Wir hatten natürlich darauf gehofft“, sagte Dennis Redepenning. Das Preisgeld von 2000 Euro werde in die Entwicklung des Prototyps oder auch die Produktion von Flyern fließen, sagte er. Unsere Zeitung hatte die Kieler Quereinsteiger als Nominierte vorgestellt.

Den dritten Platz belegten Anja und Heinz Beutler mit ihrem gleichnamigen Bestattungs-Unternehmen aus Lütjenburg (Preis: 1000 Euro/Radiowerbung). Den Innovationspreis (5000 Euro) erhält der „Goldhunter“ des Kielers Olaf Heichert. Er hat ein neuartiges kompaktes Tischgerät zur Dreistoffscheidung nach Gold, Silber und Kupfer entwickelt, will es nun unter Goldschmieden vertreiben. Für die Idee eines verpackungsfreien Handels von Lebensmitteln und Drogerieartikeln wurde Marie Delaperrière mit einem Sonderpreis ausgezeichnet – sie erhält eine Beratung für ihre Geschäftseröffnung in Kiel im Wert von 2500 Euro.

Der GründerCup ist ein Wettbewerb der Industrie- und Handelskammer zu Kiel, der Kieler Wirtschafts-Förderungsgesellschaft (KiWi), der Investitionsbank Schleswig-Holstein, der Kieler Innovations- und Technologiezentrum GmbH, der Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Kreise Plön und Rendsburg-Eckernförde sowie der Kiel Region GmbH. Frühere Preisträger waren etwa die Gründerin der Kieler Bio-Konditorei „Schokodeern“ oder der Erfinder des Schwimmcaravans „Sealander“ .

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