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Kreis Plön : Sieben Polizeistationen schließen

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Plan ist Teil der Strukturreform der Ordnungshüter. Die Arbeitsbelastung für die Beamten soll gerechter verteilt werden.

shz.de von
erstellt am 08.Jan.2014 | 07:11 Uhr

Die Polizei organisiert sich im Kreis Plön neu. Thomas Bauchrowitz, Leiter der Polizeidirektion Kiel, stellte gestern die Pläne zur Umstrukturierung vor. Als Grund nannte Bauchrowitz den seit 2012 verbindlichen Personalschlüssel „für Planstellenverteilungs- und Belastungsstandards“. Demnach seien im Kreis Plön bisher zehn Beamte zu viel im Dienst, die an anderer Stelle fehlten. Bauchrowitz betonte, dass es nicht um reine Personaleinsparungen gehe, sondern um eine gerechtere Verteilung der Arbeitsbelastung.

Eine Arbeitsgruppe habe sich deshalb ein Jahr lang mit den Einsatzzahlen, der Arbeitsbelastung sowie der Kriminal- und Unfallstatistik für alle 14 Polizeistationen beschäftigt. Mit dem Ergebnis, dass die kleinen Polizeistationen in Ascheberg, Hohwacht, Selent, Kirchbarkau, Laboe und Probsteierhagen in den nächsten Jahren geschlossen werden.

Der Kreis Plön wird in acht Streifenbereiche aufgeteilt. In Plön selbst soll ein Revier entstehen, zu dem die Polizeistandorte Preetz, Lütjenburg, Wankendorf, Schönkirchen, Heikendorf und Schwentinental gehören. Bauchrowitz: „Das ist kein Rückzug aus der Fläche, sondern eine Konzentration in der Fläche. Die Polizei konzentriert ihre Kräfte auf weniger Standorte, die dann personalstärker und leistungsfähiger sind.“ Das bedeute, dass künftig nicht weniger Streifenwagen im Kreis unterwegs seien als bisher. Die Vorteile der Neustrukturierung sind für Bauchrowitz: „Stärkung der Eigensicherung der Beamten, verlässliche Öffnungszeiten für den Bürger und niemand hat es weiter als zehn bis 15 Kilometer zum nächsten Revier.“

Der Polizeichef wird in den nächsten Tagen den Kommunen und Amtsvorstehern die Pläne erläutern. Die endgültige Entscheidung liegt aber in den Händen des Landespolizeiamtes und des Innenministeriums. Erst nach dessen Erlass kann über notwendige Baumaßnahmen an einzelnen Standorten entschieden werden. Geplant ist, die Neuorganisation bis 2015 abgeschlossen zu haben.

 

 

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