Special Olympics in Kiel : Schwimmerin Lucie Lüer aus Meldorf im Interview

Lucie (links) und ihr Vater Martin Lüer sind aus Meldorf für die Special Olympics nach Kiel gekommen.
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Lucie (links) und ihr Vater Martin Lüer sind aus Meldorf für die Special Olympics nach Kiel gekommen.

Die Sportlerin und ihr Vater erzählen von ihren persönlichen Erfahrungen bei dem Wettbewerb.

shz.de von
17. Mai 2018, 13:57 Uhr

Kiel | Das Vater-Tochter-Gespann Lucie Lüer und Martin Lüer aus Meldorf, schlendern tiefenentspannt über das Gelände der Special Olympics, wo die Wettkämpfe der Leichtathleten ausgetragen werden. Der sh:z schnappt sich die Staffel-Schwimmerin aus dem Unified Team und ihren Vater und möchte unter anderem wissen, wie Lucies Gefühlslage bezüglich der Special Olympics aussieht.

Frau Lüer, wie lange betreiben Sie Ihre Sportart bereits und wann haben Sie für sich beschlossen, dass Sie an den Special Olympics teilnehmen möchten?

Ich wurde gefragt von meiner Trainerin also, meinem Coach und ich habe ja gesagt und dann haben wir seitdem trainiert, also ich glaube so ein halbes Jahr.

Wie gehen Sie mit Situationen um, in denen Sie von allen Seiten lauthals angefeuert werden? Bereitet Ihnen das Nervosität oder eher Freude?

Das bereitet mir Freude.

Ist es für Sie wichtig, zu gewinnen oder ist die Teilnahme alles was zählt?

Nur die Teilnahme, macht ja viel mehr Spaß.

Wie lange haben Sie sich auf die Special Olympics vorbereitet und haben Sie zuhause intensiv Training betrieben?

Martin Lüer: Ihr habt ja schon ein bisschen trainiert, oder?

Ja ich glaube, wir haben immer jeden Mittwoch trainiert und ich glaube das ging so ein halbes Jahr ungefähr.

Sehen Sie die anderen Teilnehmer hier als Konkurrenten oder eher als Freunde, die Sie hier kennenlernen?

Als Freunde.

Was ist für Sie das Bedeutendste, das Sie in Ihrer Sportlerkarriere erlebt haben?

Das Anfeuern und die Siegerehrung!

Herr Lüer, Sie müssen mächtig stolz auf Ihre Tochter sein. Wie haben Sie sich gefühlt, als Ihre Tochter sich für die Teilnahme bei den Special Olympics entschieden hat?

Super. Ich freue mich für sie. Das ist eine besondere Erfahrung, die sie machen kann. Abgesehen davon finde ich, dass hier bei den Special Olympics eine sehr familiäre Atmosphäre herrscht und das macht es zu einem super Erlebnis. Hier unterstützt jeder jeden, ohne jegliche Wertung und das finde ich sehr gut. Alle haben Spaß, laufen lächelnd durch die Gegend und das schöne Wetter rundet die Gesamtsituation gut ab. Außerordentlich stolz bin ich natürlich auch, wie man als Vater eben nur sein kann.

Und falls Lucie mal nervös ist, wie unterstützen Sie sie dabei?

Der ruhende Pol sein, sag ich mal. Ich hole sie dann wieder runter. Lucie ist an sich aber überhaupt keine nervöse Person, weswegen ich diesbezüglich nie viel tun muss. Wie der Vater, so die Tochter (lacht).

Ist es Ihnen denn wichtig, dass Lucie eine Medaille mit nach Hause bringt?

Nein überhaupt nicht, wie gesagt, es geht hier um die Erfahrungen, die Lucie macht. Sie soll Spaß an den Wettkämpfen haben. Eine Medaille ist natürlich ein toller Bonus, aber nicht zwingend notwendig, um die Special Olympics als tolles Erlebnis zu betrachten.

Wie konnten Sie Lucies Weg vom Heimverein zu den Special Olympics beobachten, wie haben Sie sich dabei gefühlt?

Ich habe mich super gefühlt. Wir sind des Öfteren zusammen intensiv schwimmen gewesen und ich habe gemerkt, wie viel Spaß es ihr bringt. Als Vater habe ich alles gespannt verfolgt, aber selbstverständlich ohne Druck.

Was ist für Sie das Bedeutendste in der Sportkarriere Ihrer Tochter?

Ich denke, dass ihre erste Teilnahme an den Special Olympics hier in Kiel bisher das Bedeutendste für Lucie ist. Sie hat bereits an einigen Landeswettbewerben teilgenommen, wo sie sich sehr gut geschlagen hat.

Lucie Lüer: Oh ja, dieses Jahr fahre ich sogar nach Berlin. Zu der Weltmeisterschaft.

Die Autoren dieses Interviews sind Studenten der Christian-Albrechts-Universität und berichten für uns von den Special Olympics.

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