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Landgericht Kiel : Schwerer Missbrauch in FKK-Camps: Dreieinhalb Jahre Haft für Ex-Jugendbetreuer

vom
Aus der Onlineredaktion

An vier Jungen soll sich der Mann vergangen haben. Einen der Fälle werteten die Richter in ihrem Urteil als schwer.

Kiel | Ein ehemaliger Jugendbetreuer aus Hamburg hat vier Jungen sexuell missbraucht und muss daher dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Kieler Landgericht sprach den Angeklagten am Freitag in sieben Fällen schuldig. Einen der Fälle werteten die Richter in ihrem Urteil als schwer. In zehn Fällen sprach die Jugendkammer den Angeklagten frei. Einem der Jungen muss der 45-Jährige laut Urteil 2000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Der Mann hatte sich nach Feststellung des Gerichts vor allem während FKK-Jugendfreizeitcamps an den Jungen vergangen. Die Staatsanwältin hatte fünf Jahre Haft gefordert, der Verteidiger Freispruch. Er kündigte Revision an.

Der Verdacht gegen den 45-Jährigen wurden durch die Anfrage eines Kieler Vaters bekannt. Sein Sohn hatte sich ihm im August 2012 offenbart. Daraufhin wandte sich der Vater umgehend an den FKK-Landesjugendverband Hamburg-Schleswig-Holstein. Die Vorsitzende des Verbands schilderte vor Gericht, sie sei zunächst aus allen Wolken gefallen. Im Zuge von Nachfragen stellte sich dann heraus, dass auch andere Kindern offenbar missbraucht wurden.

Die 46-Jährige war nach eigenen Angaben mit dem Angeklagten mehrere Jahre lang beruflich und persönlich befreundet. Sie habe vorher nie gegen ihn Verdacht gehegt. Der Mann sei bei Kindern total beliebt gewesen. Sie berichtete aber auch, dass der Angeklagte 2010 oder 2011 von einem anderen Jungen beschuldigt worden sei, er habe ihn angefasst. Der Betreuer habe das vor der Polizei empört von sich gewiesen.

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erstellt am 18.Mär.2016 | 13:43 Uhr

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