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Anruf im Sekretariat : Schule nach Bombendrohung evakuiert

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Um 7.45 Uhr klingelte im Sekretariat des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums das Telefon: Ein Anrufer drohte mit einer versteckten Bombe. Die Schulleitung organisierte eine schnelle Räumung in fünf Minuten, vier Stunden später gab’s Entwarnung von der Polizei.

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2017 | 18:36 Uhr

Die Käthe-Kollwitz-Schule in Kiel ist gestern Morgen wegen einer Bombendrohung geräumt worden. Nach einer stundenlangen Durchsuchung des Gebäudes – auch mit Einsatz von Spürhunden – gab die Polizei am Mittag Entwarnung: Es wurden keinerlei verdächtige Gegenstände gefunden. Auch ein dubioses Paket im benachbarten Altenheim entpuppte sich als harmlos. Die Schule wird heute wieder ihren regulären Betrieb aufnehmen.

Es war noch gar nicht richtig hell, als sich gestern Morgen ein Anrufer im Sekretariat der Käthe-Kollwitz-Schule meldete. Er drohte um 7.45 Uhr mit einer versteckten Bombe. Zu diesem Zeitpunkt – eine Viertelstunde vor Unterrichtsbeginn – standen die allermeisten Pädagogen im Lehrerzimmer. Schulleiter Malte Schulz und sein Vize Knut Heyden, die sofort die Polizei über den Anruf in Kenntnis setzten, konnten die Evakuierung deshalb schnell organisieren. Binnen fünf Minuten war das Ganztagsgymnasium mit seinen 660 Schülern geräumt. Die Schule hat bereits Erfahrungen: Im Falle des sogenannten Marzipan-Erpressers vor gut einem Jahr war auch „Käthe Kollwitz“ betroffen.

Die Schüler und ihre Lehrer sammelten sich auf dem Freigelände in Nähe des Regionalen Bildungszentrums an der Gellertstraße. Wegen des hastigen Aufbruchs hatten nicht alle Schüler eine Jacke dabei, sie wurden im warmen Gebäude versorgt. Die Eltern der jüngeren Jahrgänge wurden gebeten, ihre Schützlinge abzuholen. Der Unterricht, das stand schnell fest, fiel für den ganzen Tag aus. Die gesamte Aktion von der Evakuierung über die Betreuung bis zur Abholung verlief nach Angaben von Schulz ohne größere Aufregung.

An der Durchsuchung des Schulkomplexes mit 30 Einsatzkräften waren auch speziell ausgebildete Suchhunde beteiligt. Gegen 11.35 Uhr war die Polizeiaktion beendet. Die Sperrung der Schule und zweier Straßen wurde aufgehoben.

Noch während des Einsatzes präsentierte ein Mitarbeiter des benachbarten Seniorenheims „Residenz am Park“ des Kieler Stadtklosters ein Paket ohne Absender, das ein paar Tage zuvor abgegeben worden war. „Wir haben dann sicherheitshalber den Kampfmittelräumdienst gerufen“, erklärte Polizeisprecher Matthias Felsch. Die Experten röntgten die verdächtige Sendung und gaben Entwarnung – im Paket fanden sich lediglich harmlose Grußkarten.

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