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Schifffahrtsmuseum öffnet am letzten April-Wochenende

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 29.Jan.2014 | 06:02 Uhr

Dreieinhalb Jahre lang keine Ausstellung, keine Besucher – aber in drei Monaten soll das Kieler Schifffahrtsmuseum aus seinem Schönheitsschlaf geweckt werden. Viel ist seit November 2010 passiert. Umfangreiche Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten hat das Museum dann hinter sich, insgesamt zwei Millionen Euro hat alles gekostet. Die alte Fischhalle an der Förde wird zur Wiedereröffnung am letzten Aprilwochenende in neuem Glanz erstrahlen, mit neuem Ausstellungs-Konzept und erstmals mit angegliedertem Café Exlex zehntausende Besucher im Jahr begeistern. Das jedenfalls hofft Leiterin Dr. Doris Tillmann.

Noch stehen die letzten Arbeiten an, bevor etwa Mitte Februar der große Raum mit der Anmutung einer Kathedrale tatsächlich wieder zum Museum wird, ehe die leere Fläche mit Prachtexemplaren maritimer Historie aus Kiel gefüllt wird. Doch Dr. Doris Tillmann kann sich beim Blick durch die Halle schon gut vorstellen, wie alles aussehen wird. Sie zeigt in die Mitte des Raumes, wo der Tresen stehen wird. Ihr Blick wandert zu den Nischen, in denen Exponate zu Sonderthemen wie Kaiserzeit, blaue Jungs, Revolution, Schiffbau im Wirtschaftswunder Platz finden werden. Besonders gut gefällt Tillmann die neue Sichtachse, die durch viel Glas vom Eingang bis zur Förde führt. „Das macht einen großen Unterschied zu früher aus“, sagt sie. Der Raum wirkt nun offener, heller, erlaubt den Blick auf die HDW-Kräne – und damit den Blick von der Vergangenheit in die Gegenwart der Landeshauptstadt als Werft- und Rüstungsindustrie-Standort. „Das ist das, wo unsere Geschichte uns heute hingeführt hat“, sagt die Museumsleiterin.

Tillmann betont auch die grundlegend modernisierte Ausstellung mit neuen Inhalten, die in Themen-Inseln präsentiert werden, auch mit neuen Medien: „Es wird keinen chronologischen Rundgang geben.“ Boote werden ebenso zu sehen sein, Segelboote und Fischerboote sowie ein Kleinst-U-Boot etwa.

Die Stadt Kiel erhofft sich durch die Maßnahmen, besonders auch die neue Gastronomie, eine touristische Aufwertung für das Museum, ja das ganze Areal: „Das wird ein richtiger Hotspot“, ist Pressesprecherin Annette Wiese-Krukowska überzeugt. Sie träumt jetzt schon von lauen Sommertagen, an denen die Museumsgäste und andere Förde-Flaneure – beispielsweise Kreuzfahrt-Gäste – draußen vor dem Schifffahrtsmuseum bei Kaffee und Kuchen verweilen.

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