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Museen am Meer : Schatzsuche für junge Familien

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bei der Veranstaltung „Museen am Meer“ wurden in den sieben Häusern gestern über 7000 Besucher gezählt. Traditionell findet dieser Tag der offenen Türen am letzten Sonntag der Herbstferien statt – und wie üblich gab’s überall freien Eintritt.

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2017 | 17:47 Uhr

Am Sonnabend hatte Pia Behnke noch Befürchtungen, dass die Großveranstaltung „Museen am Meer“ unter dem stürmischen Wetter leiden könnte. Doch mit jedem Sonnenstrahl, der gestern durch die Wolken brach, heiterte sich ihre Miene auf. Die Organisatorin vom städtischen Kulturamt war bereits gegen Mittag überzeugt: „Das Konzept geht auf.“ Sie sollte Recht behalten: Bis zum Abend wurden in den beteiligten sieben Museen 7060 Besucher gezählt, die meisten im Aquarium (2100) und im Zoologischen Museum (1800). Der Verbund Museen am Meer existiert seit 2010, die gleichnamige Veranstaltung wurde ein Jahr später ins Leben gerufen.

Angelegt ist der Tag der offenen Türen – etwas anders als die legendäre „Nacht der Museen“ – auf Familien, die mit ihren kleinen Kindern tagsüber durch die Welt der Ausstellungen, Präsentationen und Mitmach-Angebote streifen wollen. Das können Susanne und Frank Müller, zurzeit auf Herbsturlaub in Heikendorf untergebracht, nur bestätigen. Eigentlich hatte das Berliner Ehepaar ihrer neunjährigen Tochter Melina einen Trip ins Hansaland in Aussicht gestellt. Doch wegen des unberechenbaren Wetters buchte das Trio kurzfristig um – und fühlte sich auf dem Westufer der Förde bestens aufgehoben.

Ihre Tour starteten die drei Berliner im Zoologischen Museum. Angetan waren sie von den mächtigen Walskeletten und auch vom ausgestellten Riesenkalmar. Im Schifffahrtsmuseum bewunderten sie das maritime Erbe der Landeshauptstadt, die Segelschiffmodelle, die Apparaturen und großformatigen Wandbilder. Während der Pause auf der Ruhebank trafen die Müllers auf Monica Geick aus Friedrichsort, die mit ihren beiden Sprösslingen Joel (8) und Lulu (4) unterwegs war. Übereinstimmend bewerteten sie den Tag der Museen am Meer als gelungenes Ereignis – zumal von den Gästen nirgendwo Eintrittsgelder erhoben wurden.

Pia Behnke betrachtet die Veranstaltung denn auch folgerichtig als Werbung – als Werbung für das museale Angebot und für den Standort Kiel. „Wir wollen die Hemmschwelle herabsetzen und Anregungen für spätere Besuche liefern“, sagt die Organisatorin. Ihr geht es darum, den Menschen in Kiel und Umgebung (und natürlich auch den Touristen) die Aufenthaltsqualität an der Förde buchstäblich vor Augen zu führen. Immerhin sind sämtliche beteiligten Häuser bequem zu Fuß zu erreichen, die Veranstaltung „Museen am Meer“ lässt sich eben deshalb auch als Einladung zum sonntäglichen Familienspaziergang verstehen.

Sämtliche Einrichtungen abklappern musste auch, wer am lukrativen Gewinnspiel teilnehmen wollte. Denn in jedem Museum konnten die Besucher einige Buchstaben für ihre persönliche „Schatzsuche“ entdecken. Am Warleberger Hof, der kurzfristig wegen eines Wasserschadens geschlossen werden musste, hingen die Buchstaben an der Eingangstür. Die richtig ausgefüllte Lösungskarte ergab am Ende den Sinnspruch „Kiel: Und ums Museum braust das Meer“.  

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