Vertragsverlängerung : Sauberes Wasser bis 2037

Stießen nach der Vertragsunterzeichnung stilecht mit Kieler Wasser an: Mönkebergs Bürgermeister Jens Heinze (links) und Jörg Teupen, Vorstand Technik und Personal der Stadtwerke Kiel.
Stießen nach der Vertragsunterzeichnung stilecht mit Kieler Wasser an: Mönkebergs Bürgermeister Jens Heinze (links) und Jörg Teupen, Vorstand Technik und Personal der Stadtwerke Kiel.

Mönkeberg und die Stadtwerke Kiel verlängern ihren bestehenden Konzessionsvertrag um weitere 20 Jahre. Die Gemeinde bezieht auch Strom und Erdgas von dem Unternehmen.

shz.de von
05. Januar 2018, 10:54 Uhr

Seit 1963 besteht der Wasserkonzessionsvertrag zwischen der Gemeinde Mönkeberg und den Stadtwerken Kiel. Betrug die Laufzeit der Verträge anfangs wie seinerzeit üblich 20 Jahre, gab es zwischenzeitlich auch welche mit fünfjähriger Laufzeit. So auch der letzte Vertrag, der am 31. Dezember 2017 auslief. Gestern unterzeichneten Mönkebergs Bürgermeister Jens Heinze und Dr. Jörg Teupen, Vorstand Technik und Personal der Stadtwerke Kiel, den Anschlussvertrag, der wieder eine 20-jährige Laufzeit bis Ende 2037 hat.

„Für uns ist das günstiger hinsichtlich der Planungen“, so Jörg Teupen, der darauf hinwies, dass langfristige Verträge auch nötig seien, um zu sehen, inwieweit man die Gemeinde in das für Kiel geplante „Wassernetz der Zukunft“ einbinden könne. Bezüglich der über 50-jährigen Zusammenarbeit mit der Gemeinde stellte Teupen fest, dass Trinkwasser eine Vertrauensangelegenheit sei. „Einen größeren Vertrauensbeweis kann es wohl nicht geben“, so der Stadtwerke-Vorstand. Bürgermeister Heinze betonte, dass neben der hohen Versorgungssicherheit für die Bürger Mönkebergs und der räumlichen Nähe auch die gute Zusammenarbeit den Ausschlag gab, die Aufgabe der öffentlichen Wasserversorgung weiterhin den Stadtwerken Kiel anzuvertrauen. „Wir haben uns dabei auch bewusst für eine Vertragslaufzeit von 20 Jahren entschieden“, so Heinze.

Der Konzessionsvertrag erlaubt den Stadtwerken, Straßen, Wege, Plätze und sonstige Verkehrsflächen der Gemeinde zu nutzen, um die öffentliche Trinkwasserversorgung für die rund 4200 Einwohner sicherzustellen und Arbeiten an dem aktuell etwa 40 Kilometer langen Versorgungs- und Transportleitungsnetz zu gewährleisten.

Hierfür erhält die Gemeinde eine Konzessionsabgabe von circa 40 000 Euro pro Jahr. Die von Mönkeberg jährlich abgenommene Wassermenge beläuft sich nach Angabe von Kurt Voelzke, zuständig bei den Stadtwerken für Unternehmensplanung und –entwicklung und somit auch für die Vertragsverhandlungen, auf rund 170 000 Kubikmeter, Tendenz steigend. Jörg Teupen wies zudem noch auf die Qualität des Kieler Wassers hin, welches aus 150 Metern Tiefe aus dem 1934 entdeckten „Kieler Trog“ gefördert wird und qualitativ hochwertiger sei als Mineralwasser – und wesentlich günstiger. Der einzige Nachteil sei, so Teupen, dass es aufgrund der über 1000-jährigen Lagerung in tiefen Schichten recht kalkhaltig ist. Aber das Kieler Wasser ist gesund. Und deshalb stießen Teupen und Heinze nach der Vertragsunterzeichnung auch mit einem Glas Kieler Wasser auf die Fortsetzung der gelungenen Kooperation an. Bereits im vergangenen Jahr verlängerten beide Parteien die auch bestehende Strom- und Erdgaskonzession in Mönkeberg bis Ende 2021.


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