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Freilichtmuseum Molfsee : Saisonstart mit Osterspaziergang

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Traditionell zu Ostern beginnt die Saison im Freilichtmuseum Molfsee, ab sofort ist wieder täglich geöffnet. Die Historische Meierei erstrahlt im alten Glanz, ins Hallighaus zieht demnächst eine ungewöhnliche Ausstellung, und die Backstube hat einen neuen Pächter.

Äußerst durchwachsen zeigte sich das Wetter am Wochenende: Auf sonnige Stunden folgten regnerische Zeiten. Spaziergänger, die Petrus’ Launen trotzten, suchten an der Kiellinie oder am Ostufer-Fördewanderweg nach ersten Anzeichen des Frühlings. Oder sie zogen durch das Freilichtmuseum Molfsee, das traditionell zu Ostern in die Saison startet. Immerhin: Im Dorf mit seinen historischen Katen, Scheunen und Bauernhäusern riss der Wind die Passanten nicht – wie gestern Nachmittag an der Förde – nahezu von den Füßen. Außerdem konnten die Kinder zur Eiersuche ausschwärmen.

Nach dreijähriger Sanierung lädt im Freilichtmuseum die alte Meierei von Voldewraa, die erste Genossenschaftsmeierei im Norden, wieder zum Besuch ein. Dabei ist auch für ansprechende Gastronomie gesorgt. Der Tresen mit Käse-Angeboten aus Schleswig-Holstein und vor allem der Meierei-Garten sollen für Wohlfühl-Atmosphäre sorgen. Innen bringt die neu konzipierte Ausstellung den Gästen das Leben am Ende des 19. Jahrhunderts näher. Mit dem Zusammenschluss der Milchbauern und der frühen Technisierung wurden die Grundlagen der modernen Lebensmittelproduktion geschaffen. Wie es damals wirklich zuging, soll die Veranstaltung „Meierei unter Dampf“ am 17. Juli zeigen – begleitet vom Treffen der Lanz-Bulldog-Freunde und von der Ausstellung historischer Traktoren.

Auch das Hallighaus von Langeneß steht nach der Sanierung wieder offen. In den tragenden Balken hatten sich Schädlinge eingenistet. Demnächst wird eine ungewöhnliche Ausstellung gezeigt. Oleg Woinoff, einen russischen Adligen, hatte es in den 20er-/30er-Jahren ins Wattenmeer verschlagen. Seine bislang unveröffentlichten Fotografien vom Hallig-Leben sind ab 12. Juni zu bewundern.

Mit der Biobäckerei Joldelund aus Nordfriesland hat das Freilichtmuseum auch wieder einen festen Pächter für die eigene Backstube gefunden. Angeheizt wird der Ofen an den Wochenenden und zu den Sonderveranstaltungen (siehe Extra-Kasten). Und überhaupt: Mit der Schmiede und der Weberei, mit der Reepschlägerei, der Töpferei oder der Korbmacherei Sell (mittlerweile in dritter Generation) fühlen sich zahlreiche Handwerker im Museum heimisch. Aktivitäten und Kurse für Besucher sind im Museum zu erfragen.  



> Ab sofort hat das Freilichtmuseum wieder täglich geöffnet: von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 8 Euro (ermäßigt: 5 Euro). Kinder unter sechs Jahren sind frei. Familienkarte: 17 Euro, Jahreskarte: 50 Euro, Familien-Jahreskarte: 75 Euro. Die Benutzung von Museumsbahn und Karussells ist im Preis enthalten.

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erstellt am 28.Mär.2016 | 18:22 Uhr

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