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Preis 400 Millionen : „Sailing Yacht A“ verlässt am Sonntag Kiel

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Der russische Milliardär Andrej Melnitschenko wird wohl erst im Frühjahr an Bord seines Rekordschiffs gehen.

Kiel | Die weltgrößte Segelyacht verlässt ihren Bauort Kiel. Am Sonntag soll die 143 Meter lange „Sailing Yacht A“ nach mehrjähriger Bauzeit auslaufen. Als Ziel nannte ein Sprecher des russischen Auftraggebers Andrej Melnitschenko am Freitag Südspanien. Die offizielle Übergabe an den Eigner sei für das späte Frühjahr vorgesehen.

Über den Baupreis für den knapp 25 Meter breiten Dreimaster mit vollautomatischen Segeln und 90 Meter hohen Masten gibt es keine offiziellen Angaben. Es wird über einen Preis in Höhe von 400 Millionen Euro spekuliert.

Die Nobiskrug-Werft hatte zunächst für Freitag zu einer Übergabe auch die Presse auf ihre Werft German Naval Yards in Kiel eingeladen, diese Einladung am Donnerstag aber kurzfristig ohne Angaben von Gründen zurückgenommen. Die „Feierlichkeit zur Ablieferung“ an sich sei davon aber nicht betroffen.

 

Entworfen hat die futuristisch anmutende Yacht mit 90 Meter hohen Masten der Designer Philippe Starck. Der Franzose hatte für Melnitschenko vor Jahren bereits die 119 Meter lange Motoryacht „A“ ersonnen. Sie entstand ebenfalls in Kiel.

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Spannend wird es noch mal, wenn die die Yacht in den kommenden Tagen die Ostsee verlässt und wärmere Gefilde ansteuert. Die Route steht schon fest, denn es gibt nur eine einzige. Wegen der hohen Masten passt die „A“ weder durch den Nord-Ostsee-Kanal – denn hier haben die Brücken nur eine lichte Höhe von 40 Metern – noch kann sie die Passage durch den großen Belt (Brückenhöhe 65 Meter) oder den Öresund (57 Meter) nehmen. Allerdings haben die Planer der Öresund-Brücke offenbar schon vor 20 Jahren damit gerechnet, dass sich irgendwann reiche Männer teure, große Spielzeuge bauen lassen. Auf den vier Kilometern zwischen Dragør südlich von Kopenhagen bis zur künstlichen Insel Peberholm verläuft deshalb die Öresundbrücke als Straßentunnel, bevor sie aus der Erde kommt und über ein atemberaubendes Brückenbauwerk weiter gen Schweden führt. Die Segelyacht „A“ muss also dieses brückenlosen Teilstück – den sogenannten Drogden – als Notausgang aus der Ostsee nehmen.

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erstellt am 03.Feb.2017 | 17:37 Uhr

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