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Kiel : Sailing Yacht A: So können Sie das Schiff weiterverfolgen

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Die weltgrößte Segelyacht hat Kiel verlassen. Nächstes Ziel ist Südspanien.

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erstellt am 05.Feb.2017 | 18:45 Uhr

Kiel | Ab sofort ist Kiel um eine Attraktion ärmer: Die riesige „Sailing Yacht A“ hat am Sonntagabend die Landeshauptstadt verlassen, nachdem am Freitag bereits die offizielle Übergabe von der Nobiskrug-Werft stattgefunden hat.

Ein Video vom Ablege-Manöver gibt es auf der Facebookseite von shz.de.

Zahlreiche Schaulustige beobachteten die Megayacht vom Ufer aus und waren von der unterwasserbeleuchteten „A“ begeistert.

<p>Die „A“ passiert den Leuchtturm am Falckensteiner Strand.</p>

Die „A“ passiert den Leuchtturm am Falckensteiner Strand.

Foto: Daniel Friederichs
 
 
 

Die Fahrt der „A“ lässt sich über den Dienst „Marine Traffic“ verfolgen. Dazu geben Sie beim Suchsymbol „Sailing Yacht A“ ein. Das Schiff ist mit einem pinken Pfeil gekennzeichnet.

 

Als nächstes Ziel steuert die Segelyacht Südspanien an, erklärte ein Sprecher des russischen Auftraggebers Andrej Melnitschenko. Laut „Marine Traffic“ ist allerdings die norwegische Stadt Kristiansand als Ziel angegeben – vielleicht ein kurzer Zwischenstop am kommenden Dienstag. Die Route steht schon länger fest, denn es gibt nur eine einzige. Wegen der hohen Masten passt die „A“ weder durch den Nord-Ostsee-Kanal – denn hier haben die Brücken nur eine lichte Höhe von 40 Metern – noch kann sie die Passage durch den großen Belt (Brückenhöhe 65 Meter) oder den Öresund (57 Meter) nehmen. Allerdings haben die Planer der Öresund-Brücke offenbar schon vor 20 Jahren damit gerechnet, dass sich irgendwann reiche Männer teure, große Spielzeuge bauen lassen. Auf den vier Kilometern zwischen Dragør südlich von Kopenhagen bis zur künstlichen Insel Peberholm verläuft deshalb die Öresundbrücke als Straßentunnel, bevor sie aus der Erde kommt und über ein atemberaubendes Brückenbauwerk weiter gen Schweden führt. Die Segelyacht „A“ muss also dieses brückenlosen Teilstück – den sogenannten Drogden – als Notausgang aus der Ostsee nehmen.

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In Südspanien angekommen kann im Frühjahr auch endlich der Besitzer - der russische Milliardär Andrej Melnitschenko - sein Schiff willkommen heißen. Die offizielle Übergabe an den Eigner ist für das späte Frühjahr vorgesehen.

Die Fakten zu „A“ hat die „Super Yacht Crew Agency“ zusammengefasst:

Foto: Screenshot Twitter
 

Die keilförmige Yacht hatte der Designer Philippe Starck für den Russen entworfen. Der Franzose hatte für den russischen Milliardär Melnitschenko vor Jahren bereits die 119 Meter lange Motoryacht „A“ ersonnen. Sie entstand ebenfalls in Kiel.

Die „Sailing Yacht A“ ist aber noch deutlich voluminöser. Sie ist nicht nur knapp 143 Meter lang, sondern auch fast 25 Meter breit. Es gibt laut der Fachzeitschrift „Boote exclusiv“ nur sieben Motoryachten auf den Weltmeeren, die noch länger sind als der Dreimaster. Diese Liste führt mit 180 Metern Länge die bei Lürssen in Bremen gebaute „Azzam“ an, gefolgt von der 163 Meter langen „Eclipse“, die in Hamburg bei Blohm+Voss entstand.

Während der Testfahrten im September und Oktober hatte die „A“ auf der Ostsee erstmals die vollautomatischen Segel gesetzt. Bei dichtem Nebel konnten Spaziergänger am 16. Oktober in den Morgenstunden beobachten, wie die Besatzung auf dem vor Strande ankernden Schiff in Sichtweite einzeln die Segel an den bis zu 90 Meter hohen Masten setzte.

Die „A“ ist die größte Segelyacht der Welt.

Die „A“ ist die größte Segelyacht der Welt.

Foto: Imago/TheYachtPhoto.com
 

Die „Sailing Yacht A“ gilt mit ihren mehr als 3700 Quadratmetern Segelfläche als Schiff der Superlative. Das entspricht etwa der Hälfte eines Fußballplatzes. Offizielle Angaben über den Preis für das keilförmige Schiff mit futuristischem Design gibt es nicht.

Spekuliert wird über einen Kaufpreis von rund 400 Millionen Euro. Die Yacht verfügt beispielsweise über eine Panorama-Lounge unterhalb der Wasserlinie und neben Beibooten auch über ein eigenes U-Boot.

(mit dpa)

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