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Umfrage : Rüstungbetriebe in SH machen 2017 gutes Geschäft

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Die Zeichen stehen auf Wachstum. Die Rüstungsindustrie in Schleswig-Holstein zeigt sich in einer Umfrage optimistisch.

Kiel | Die Rüstungsindustrie in Schleswig-Holstein rechnet in diesem Jahr mit Umsatzsteigerungen und zum Teil mit weiteren Personaleinstellungen. Das habe eine Konjunktur-Blitzumfrage des Arbeitskreises Wehrtechnik bei den Mitgliedsfirmen ergeben, sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises, Dieter Hanel, am Freitag in Kiel.

Die Entwicklung der einzelnen Unternehmen sei allerdings unterschiedlich. Konkrete Zahlen könnten noch nicht genannt werden. Insgesamt werde die Lage besser eingeschätzt als im vergangenen Jahr, vor allem von den größeren Wehrtechnik-Unternehmen.

Im Jahr 2016 habe der Umsatz der 29 Mitgliedsunternehmen bei 1,5 Milliarden Euro gelegen. Die Zahl der Beschäftigten habe um etwa acht Prozent zugenommen. Rund 6200 Menschen arbeiten, laut Hanel, direkt in der Wehrtechnik im Norden - so viele wie nie zuvor in den vergangenen 25 Jahren. Hinzu kämen Tausende weitere Arbeitsplätze.

Der Exportanteil lag 2016 bei über 50 Prozent. Für das laufende Jahr sei mit einem ähnlichen Anteil zu rechnen, sagte Hanel. Über die Jahre schwanke der Exportanteil zwischen 50 und 70 Prozent. Zur Produktpalette gehören U-Boote, andere Marineschiffe, Panzer, Schützenpanzer und Kommunikations- und Luftfahrttechnik.

Als gravierendes Problem nannte Hanel die nach Ansicht der Branche viel zu langen Zeiträume, bis die Behörden über Exportanträge entscheiden. Dies dauere in manchen Fällen bis zu zwei Jahre. Für den Export etwa von Ersatzkomponenten müssten Entscheidungen aber innerhalb von drei Monaten möglich sein. Um die Exportchancen nicht zu gefährden, sei eine Verkürzung der Bearbeitungszeiten bei Exportgenehmigungen dringend erforderlich.

Die neue, auf die Landes- und Bündnisverteidigung ausgerichtete Einsatzstruktur sowie die Finanz- und Materialplanung der Bundeswehr („Bundeswehr 2032“) lassen die Wehrtechnik-Unternehmen optimistischer in die Zukunft schauen. „Es überwiegt die Zuversicht, dass sich die Nachfrage seitens der Bundeswehr in den nächsten Jahren wieder in Richtung Zuwachs entwickelt“, hieß es. Notwendig sei auch eine europäische Harmonisierung etwa bei Normen in der Wehrtechnik.

An der Konjunkturumfrage nahmen 18 Unternehmen mit insgesamt 19.200 Mitarbeitern teil, von denen rund 5000 direkt in der Wehrtechnik arbeiten.

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erstellt am 11.Aug.2017 | 15:55 Uhr

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