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Olympia 2024 : Rückenwind für die Segel-Bewerbung

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Einhellige Zustimmung für die Kieler Olympia-Kandidatur: Der Sport und die Wirtschaft erhoffen sich einen kräftigen Schub für das Segel-Revier an der Förde im Besonderen und für Schleswig-Holstein im Allgemeinen. Auch die Politik signalisiert „Daumen hoch“. Bleibt nur noch die Frage, ob das olympische Dorf in Schilksee oder Holtenau hochgezogen wird.

shz.de von
erstellt am 17.Nov.2014 | 21:25 Uhr

Die Olympia-Kandidatur der Landeshauptstadt erhält einen kräftigen Schub. Die Parteien, der landesweite Sportverband und die Wirtschaft unterstützen die Kieler Kampagne, für das Jahr 2024 die olympischen Segelwettbewerbe an die Förde zu holen. Peter Kokocinski, SPD-Ratsherr und Vorsitzender im Ausschuss für Schule und Sport, erklärt selbstbewusst: „Wenn Deutschland den Zuschlag für Olympia erhält, ist Kiel der natürliche Partner.“

Bekanntlich ringen Hamburg und Berlin um das Vorrecht, für Deutschland beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) die Kandidatur einzureichen. Eine Entscheidung soll im Frühjahr fallen. Der Unternehmensverband Nord (UV Nord) weiß sich mit dem Landessportverband (LSV) einig. Auf dem Forum „Sport und Wirtschaft im Norden“ plädierten beide Verbände vor wenigen Wochen für die „kraftvolle Unterstützung“ Schleswig-Holsteins bei der Hamburger Kandidatur.

„Beim Sport haben wir es mit einem Giganten zu tun“, erklärte der UV-Vorsitzende Uli Wachholtz. Und LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen sprach von „einzigartigen Effekten für die gesamte Entwicklung des Landes“, die Olympia 2024 mit sich bringen würde.

Kokocinski ist überzeugt, dass die Kieler Kandidatur von einer großen Mehrheit in der Ratsversammlung und auch in der Bevölkerung getragen wird. Das Prinzip „Nachhaltigkeit“ – die spätere Nutzung der Olympiabauten – betont er ebenso wie sein Ausschuss-Vize Cetin Yildirim von Pickardt. Der CDU-Mann sagt: „Wir müssen genau wissen, was wir bauen. Es geht nicht allein darum, Millionenwerte aus dem Boden zu stampfen.“

Die beiden Sportpolitiker sind sich auch einig, dass eine Segel-Olympiade ein riesiger Imagewinn für Kiel wäre und gleichzeitig eine weltweite Werbung für das Segelrevier an der Förde. Es wäre eine einmalige Chance, die Welt zu Gast zu haben.

Mit Schilksee – dort fanden bereits 1972 die Wettbewerbe statt – und mit dem MFG-5-Gelände in Holtenau – wo für 2020 die Landesgartenschau geplant ist – hat die Stadt gleich zwei mögliche Standorte für das olympische Dorf benannt. Eine Konkurrenzsituation mag Herbert Kulbarsch (CDU), der Vorsitzende des Ortsbeirates Holtenau, darin nicht erkennen. Im Gegenteil: Bei diesem wichtigen Projekt werde man sich gegenseitig unterstützen. Sein Parteifreund Christoph Holst, Chef im Ortsbeirat Schilksee, stellt sich die Kooperation ganz pragmatisch vor: „Rudern kann man auf dem Kanal. Alles andere muss in Schilksee passieren.“

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