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Forschung : „Robbe“ ist der späte Held von Fukushima

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das FH-Quartett von „Tom Kyle“ sahnte ab beim Roboter-Wettbewerb in Italien. Für das, was ihr „Robbe“ zu leisten vermag, landeten die Tüftler auf Rang 3. Dabei zeigte sich: „Robbe“ hätte damals, beim Reaktorunglück in Fukushima, wertvolle Arbeit leisten können.

shz.de von
erstellt am 05.Okt.2017 | 17:57 Uhr

Mit zufriedenen Gesichtern kehrte in diesen Tagen ein Tüftler-Team der Kieler Fachhochschule (FH) von einem internationalen Roboter-Wettbewerb in Italien zurück. 16 Teams von Hochschulen und Unternehmen aus acht europäischen Ländern hatten ihre Roboter ins Rennen geschickt, unter ihnen auch das FH-Quartett von „Tom Kyle“.

Die Aufgabenstellung war düster-realistisch und hielt sich an das schwere Reaktorunglück im japanischen Fukushima im Jahre 2011: Der Tsunami hat das Atomkraftwerk überflutet, die Notfallgeneratoren sind ausgefallen, radioaktive Stoffe entweichen, Menschen werden vermisst. Zu Lande, zu Wasser und in der Luft werden Roboter eingesetzt. Sie sollen Lecks identifizieren, Ventile schließen, um den weiteren Austritt von Radioaktivität zu stoppen, und Verletzte versorgen.

Das vor vier Jahren gegründete Team aus Studenten und Doktoranden der FH erreichte mit seinem Unterwasserroboter „Robbe“ bei den Unterwasseraufgaben den ersten Platz. Einen Sonderpreis gab es außerdem für die Kartierung des Meeresbodens. Und im Finale bei der sogenannten „Grand Challenge“ sprang für die Kieler immerhin der dritte Platz heraus.

„Tom Kyle“ und das Team für „Autonomous Underwater Vehicles“ (AUV) haben schon zum vierten Mal an einem internationalen Wettbewerb teilgenommen. Die Tüftler kehrten jedes Mal mit guten Ergebnissen zum Campus zurück. Initiiert hat die Gruppe Prof. Dr.-Ing. Sabah Badri-Höher: „Wir bieten eine einzigartige, interdisziplinäre Lehrplattform zu aktuellen Forschungsthemen wie Unterwasserrobotik und Digitalisierung.“ Sie ist stolz auf die Leistung ihrer Studenten: Als künftige Fachleute könnten sie den Standort Kiel im Bereich Unterwassertechnik massiv stärken.

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