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Realitäts-Check in der Kieler Kita

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shz.de von
erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Kiel | Die "Flummi-Gruppe" schnippelt Gemüse. John-Leon (4) versucht sich an einer Paprika. Kristin Alheit ergreift ihre Chance, zeigt ihm, wie man das Messer hält. Die Kieler Familien-Ministerin (SPD) ist zu Gast in der Kita "SpassBande" in Dietrichsdorf. Es ist ein besonderer Tag - der Stichtag für alle Eltern mit Kindern unter drei Jahren. Jetzt gilt der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Kiel hat sich ins Zeug gelegt, um die Quote von 36,4 Prozent zu erreichen - und liegt nach eigener Aussage bei 35,7 Prozent. Alheit will sich in verschiedenen Einrichtungen des Landes ein Bild machen. Der Realitäts-Check in der "SpassBande" wird zeigen: Es gibt noch viel zu tun.

Seit zwei Jahren besteht die Einrichtung des Arbeiter-Samariter-Bundes auf dem Ostufer. Sie bietet Plätze für 64 Kinder. Es gibt zwei Gruppen mit je 22 Plätzen für Kinder über drei Jahren und zwei mal zehn Plätze für die unter Dreijährigen. Eine Leiterin, zehn Betreuer, eine Aushilfskraft sowie zwei Helfer aus dem Freiwilligen Sozialen Jahr kümmern sich um das Wohl der Knirpse. Schon da zeigt sich für Leiterin Gundula Britschin die erste Herausforderung: Mit dem vorhandenen Personal könne sie die langen Betreuungszeiten eigentlich nicht abdecken, sagt sie. Nur durch Tricksen mit den Vor- und Nachbereitungsphasen und variablen Pausenlängen gelinge es derzeit.

Und Kinder, die betreut werden müssen, gibt es in der Kita genug. "Es war von Anfang an voll", sagt die Leiterin. Auch derzeit seien alle Plätze belegt: "16 Kinder stehen auf der Warteliste für einen Krippen-Platz, sechs Kinder für die regulären Gruppen", so Britschin. "Der Bedarf wird weiter ansteigen", glaubt die Ministerin, geht aber davon aus, dass Kiel die Nachfrage abdecken könne. "Das bedeutet natürlich nicht, dass jeder seinen Wunschplatz bekommt."

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