Neumünster/Kiel : Rasante Verfolgungsjagd ohne Führerschein

Erst fuhr der 19-Jährige Fahrer mit 160 km/h bei Neumünster über die A7, wo nur 120 erlaubt waren. Dann floh er vor der Polizei - und wurde in Kiel gestoppt.

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06. April 2012, 10:30 Uhr

Neumünster/Kiel | Ein 19-Jähriger lieferte sich Dienstagabend eine rasante Verfolgungsjagd mit der Autobahnpolizei und einer Zivilstreife von Neumünster auf der A7 über die A215 nach Kiel. Dort ging es auf der B76 weiter Richtung B503, bis sich der Wagen hinter Holtenau Hochbrücke in der Abfahrt mehrfach überschlug. Als Grund für seine Flucht gab der Jugendliche an, dass er keine Fahrerlaubnis hat und die rechtlichen Konsequenzen fürchtete. Außerdem habe er Drogen genommen, das Ergebnis der Blutprobe steht noch aus.
Aufgefallen war der Seat mit zwei Personen, weil er in einem begrenzten Abschnitt (120 km/h) mit 160 und mehr Stundenkilometern unterwegs war. Die Autobahnpolizei entschloss sich daraufhin den Wagen anzuhalten. Der 19-Jährige tat erst so, als rolle er aus, setzte dann zum Überholmanöver an und begann die rasante Flucht. Um seine Verfolger abzuhängen, überholte er diverse Male andere Autos über den Standstreifen, was zu gefährlichen Situationen führte.
Beim Unfall wurden beide Insassen nur leicht verletzt und konnten auf dem Revier vernommen werden. Der 19-Jährige muss nun mit einer Strafanzeige wegen Straßenverkehrsgefährdung, Drogenbesitzes und Führen eines Pkw ohne erforderliche Fahrerlaubnis rechnen.

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