zur Navigation springen

35.000 Euro Schaden : Pyrotechnik: Fahrkartenautomat in Kiel gesprengt

vom

Unbekannte sprengen einen Fahrkartenautomaten der Bahn, die Teile fliegen 15 Meter weit. Die illegale Pyrotechnik hat laut Polizei die Wirkung einer Handgranate.

Kiel | Unbekannte haben einen Fahrkartenautomaten am Bahnhof in Kiel-Elmschenhagen gesprengt und das darin enthaltene Geld gestohlen. Durch die Sprengung sei ein Sachschaden von rund 35.000 Euro entstanden, teilte das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein am Freitag mit. Die Tat ereignete sich bereits am späten Mittwochabend. Die Täter zerstörten den Automaten anscheinend mit Hilfe von illegaler Pyrotechnik. Die Wucht der Explosion habe das Gerät deutlich verformt, teilte die Polizei mit. Einzelteile des Automaten flogen 15 Meter weit. Auch eine Seitenscheibe des Unterstandes hielt der Explosion nicht stand.

Zur Tatzeit war wegen Bauarbeiten ein Schienenersatzverkehr mit Bussen im Stadtteil Elmschenhagen eingerichtet. Sprengstoffexperten nahmen die Ermittlungen auf. Der Fahrkartenautomat im Südosten von Kiel ist bereits das dritte Mal zum Zielobjekt Krimineller geworden. Schon im März 2012 und Januar 2013 war der Automat durch eine Sprengung stark beschädigt worden.

Die Polizei warnt vor den Gefahren selbst hergestellter Sprengkörper und unerlaubter Pyrotechnik: „Die Gefahr, die für den Täter selbst oder für unbeteiligte Dritte entsteht, sollte nicht unterschätzt werden. Neben einem unkalkulierbaren Zünd- und Abbrandverhalten ist insbesondere die Sprengwirkung solcher Sprengkörper mit der einer Handgranate vergleichbar. Zudem führt der Verursacher rein strafrechtlich betrachtet eine Sprengstoffexplosion herbei, die mit einer hohen Freiheitsstrafe ab einem Jahr geahndet wird.“

zur Startseite

von
erstellt am 25.Okt.2013 | 10:44 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen