Neues Möbelzentrum in Kiel : „Prüner Schlag“: Statt Möbel Kraft kommt Höffner

Auf dem früheren städtischen Kleingarten-Gelände „Prüner Schlag“ soll nun eine Filiale von Möbel Höffner entstehen.

Auf dem früheren städtischen Kleingarten-Gelände „Prüner Schlag“ soll nun eine Filiale von Möbel Höffner entstehen.

Das umstrittene Bauprojekt auf der ehemaligen Kleingarten-Anlage wird einen anderen Namen tragen, als bisher gedacht.

shz.de von
09. Oktober 2018, 13:05 Uhr

Kiel | Seit Jahren erhitzt der geplante Bau eines Möbelzentrums auf der ehemaligen Kleingarten-Anlage am „Prüner Schlag“ die Gemüter der Kieler. Auf die nun erfolgte Baugenehmigung seitens der Stadt, reagierte die Unternehmenskette Krieger mit einer Überraschung: Statt eines Marktes der Bad Segeberger Kette Möbel Kraft soll hier nun ein Höffner Zentrum entstehen. Zunächst berichteten die Kieler Nachrichten (KN).

Beide Möbelhäuser gehören zur Unternehmenskette Krieger. Es handelt sich also ausschließlich um einen Namenswechsel. An den weiteren Plänen soll sich zudem nichts ändern. Dies bestätigte Geschäftsführerin Edda Metz. Auf dem Gelände am „Prüner Schlag“ soll ein Markt mit 40.000 Quadratmetern Verkaufsfläche entstehen. Die Baukosten werden mit 60 Millionen Euro angegeben. „Damit steht dem Ziel, dem Bau eines großen Möbelhauses, nichts mehr im Wege“, sagte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer zu den KN.

Gesellschafter Kurt Krieger wird im Bauausschuss am Donnerstag, 6. Dezember, die Änderungen an der Fassade des Möbelmarktes vorstellen. Mit der Erteilung der Baugenehmigung hat das Unternehmen die letzte juristische Hürde genommen. Der Bau eines ebenfalls geplanten Sconto-Discounters sei allerding noch nicht genehmigt worden. Beide Vorhaben haben keinen Bezug zueinander.

Nicht alle Kieler sind vom Bau begeistert

Die Ansiedlung auf dem ehemaligen Kleingarten-Gelände wurde kritisch begleitet. Das liegt auch daran, dass für die Realisierung des Marktes 340 Kleingärten dem Erdboden gleichgemacht wurden. Außerdem hatte die Wohnwagengruppe „Schlagloch“ das Gelände kurzzeitig besetzt und musste geräumt werden.

Gegner des Baus befürchten den Verlust der „Grünen Lunge“ der Landeshauptstadt. Befürworter halten dagegen, dass bis zu 300 Arbeitsplätze entstehen würden. Auch Gewerbesteuereinnahmen und die Stärkung des Wirtschaftsstandorts spielen in der Argumentation eine Rolle.

Im März 2014 fiel ein Bürgerentscheid mit 52,5 Prozent der Stimmen knapp zugunsten der Ansiedlung eines Baumarktes aus. Die Realisierung des Projektes steht allerdings unter Zeitdruck. Ein Vertrag mit der Landeshauptstadt besagt, dass der Bau bis Ende 2021 fertig sein muss.

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