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Seedorf/Potsdam : Prozessbeginn: Vater aus SH soll Tochter vergiftet haben

vom

Wollte ein Vater seine kleine Tochter umbringen, weil sie einer neuen Beziehung im Weg stand? Um diese Frage geht es bei einem Prozess in Potsdam.

shz.de von
erstellt am 03.Mär.2015 | 08:44 Uhr

Potsdam/Seedorf | Über mehrere Wochen hinweg soll ein Vater seiner kleinen Tochter einen Gift-Cocktail verabreicht haben. Wegen versuchten Mordes steht er ab Dienstag (9.30 Uhr) in Potsdam vor Gericht. Zwölf Fälle listet die Anklage gegen den 36-Jährigen auf.

Nach Überzeugung der Potsdamer Staatsanwaltschaft wollte der Mann aus Seedorf (Kreis Segeberg) sein Kind töten, weil es ihm bei einer neuen Beziehung im Weg stand. Der Mann bestreitet dies nach Angaben seines Verteidigers.

Nach Darstellung der Anklage hingegen begann für das Mädchen im Alter von gerade einmal acht Monaten das Martyrium. Selbst als es schon im Krankenhaus lag, soll der Mann dem Kind weiter Desinfektionsmittel oder zitronensäurehaltige Reinigungsmittel verabreicht haben.

Dem heute 20 Monate alten Mädchen geht es inzwischen laut Behörden wieder gut. Es war zunächst in einer Pflegefamilie untergebracht, lebt aber mittlerweile bei der Mutter.

Das Landgericht Potsdam hat zunächst 27 Prozesstage bis zum 9. Juli geplant. Knapp 60 Zeugen sind geladen.

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