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Prozess um brutalen Raubüberfall dauert an

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 18.Feb.2014 | 05:01 Uhr

Ursprünglich war für gestern ein erster Schritt Richtung Prozess-Ende angedacht im brutalen Raubüberfall auf den Gaardener Juwelier: Mindestens die Plädoyers waren geplant. Doch es kam anders: Rechtsanwalt Alexander Hoffmann bat die Kammer um Zeitaufschub, da sein Mandant, der Angeklagte Elmir N. (25), es bisher nicht schaffte, sich von seiner Familie aus Albanien und Frankreich die 3000 Euro zu beschaffen, die er in Form eines Täter-Opfer-Ausgleichs an das Opfer Turan Koç zahlen will.

Für Koç wäre aber etwas anderes viel wichtiger gewesen: eine Entschuldigung und ein volles Tateingeständnis. „Er stößt sich daran, dass er nicht sagt, dass er ihn geschlagen hat, vor Gericht die Hauptschuld sogar an den flüchtigen Mittäter weitergibt und dem Sachverständigen sagt, er habe den Kopf von ihm mit seinen Händen schützen wollen“, erklärt Nebenklagevertreter Atilla Aykaç. Koç: „Ich habe eine Menschlichkeit von ihm erwartet, dass er mir am ersten Tag in die Augen guckt und sich entschuldigt.“ Stattdessen kamen die Worte der Entschuldigung sowie das Geldangebot kurz vorm Prozess-Ende und haben so den Anschein, Strafmilderung erreichen zu wollen. Wenngleich das der Verteidiger abstreitet.

Elmir N. sagte gestern: „Ich kann Ihnen nicht in die Augen schauen, weil ich mich schuldig fühle und ich kann nicht wiedergutmachen, was geschehen ist.“ Ein Urteil ist voraussichtlich für den 17. März geplant.

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