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Messerattacke in der Nacht : Prozess in Kiel: 20-Jähriger wollte schlafende Mutter töten

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Die Frau überlebte die Attacke nicht zuletzt dank eines Nachbarn. Im Verfahren geht es um die dauerhafte Unterbringung in einer Psychiatrie. Das Urteil gegen den Mann soll am 13. Mai fallen.

Kiel | Ein offenbar psychisch kranker 20-Jähriger wollte seine schlafende Mutter heimtückisch töten. Die Tat geschah im Zustand der Schuldunfähigkeit, sagte Staatsanwalt Torsten Holleck am Dienstag zu Beginn des Sicherungsverfahrens vor dem Kieler Landgericht.

Demnach schlich sich der junge Mann nachts am 30. Oktober 2015 mit einem Küchenmesser in das Schlafzimmer seiner Mutter in Eckernförde. Dort stach er mindestens 15 Mal auf die zunächst noch schlafende Frau ein, sagte der Staatsanwalt. In dem Verfahren geht es um die dauerhafte Unterbringung des jungen Mannes in der Psychiatrie. Er befindet sich bereits seit der Tat in einem Fachkrankenhaus.

Die Mutter konnte sich schwerverletzt in den Hausflur flüchten, sagte Holleck. Sie musste intensivmedizinisch behandelt werden. Wegen des hohen Blutverlustes bestand akute Lebensgefahr, sagte er. Ein Nachbar hatte ihre Hilfeschreie gehört und den Sohn von weiteren Angriffen auf die Frau abhalten können. 

Vor einer Aussage des 20-Jährigen, der Befragung von Zeugen und der Anhörung zweier Sachverständiger schloss die Jugendkammer die Öffentlichkeit bis zum Urteil aus. Es gehe um eine psychische Erkrankung und den Persönlichkeitsschutz des jungen Mannes, sagte der Vorsitzende Richter. Das Urteil könnte nach bisheriger Planung des Gerichts am 13. Mai verkündet werden. 

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erstellt am 12.Apr.2016 | 06:36 Uhr

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